Pendlerstatistik
11 000 rein – 11 000 raus

Greven -

Arbeiten in Greven? Die Mehrzahl derer, die das von sich behaupten können, kommt aus anderen Städten. Denn: Mehr als 11 000 Grevener fahren in eine andere Stadt zum arbeiten, aber auch mehr als 11 000 Menschen kommen aus einen anderen Stadt um in Greven zu arbeiten.

Samstag, 21.04.2018, 10:40 Uhr
Ob mit dem Auto oder mit dem Zug: Über 11 000 Grevener arbeiten in anderen Städten, auf der anderen Seite kommen aber auch über 11 000 Menschen aus anderen Kommunen, um in Greven zu arbeiten.
Ob mit dem Auto oder mit dem Zug: Über 11 000 Grevener arbeiten in anderen Städten, auf der anderen Seite kommen aber auch über 11 000 Menschen aus anderen Kommunen, um in Greven zu arbeiten. Foto: Kay Nietfeld

So rein statistisch, also rein mathematisch ist das eigentlich völliger Blödsinn, was da immer wieder passiert. Morgen für Morgen setzten sich vor zwei Jahren 11 890 Grevener ins Auto, in die Bahn oder aufs Fahrrad, um in eine andere Gemeinde zur Arbeit zu fahren. Umgekehrt sind es 11 331 Menschen aus anderen Kommunen, die nach Greven zur Arbeit fahren. Na ja, der Blödsinn beruht aber nur auf den statistischen Daten. Arbeitsplatz ist nun mal nicht gleich Arbeitsplatz.

Und deswegen geht es auf den Straßen oder mit der Bahn hin und her. Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes – so heißen die Statistiker des Landes – wollten es daher auch ganz genau wissen. Wer fährt wohin zur Arbeit?

Wenig erstaunlich ist, dass der Löwenanteil der Grevener Auspendler nach Münster zur Arbeit fährt. Genau genommen sind es 5680 Pendler. Im Gegenzug kommen 1859 Münsteraner nach Greven, um hier ihre Brötchen zu verdienen.

Emsdetten (1235), Rheine (333), Saerbeck (281) und Steinfurt (253) sind die weiteren Städte, die von Grevenern zum Brötchen verdienen angesteuert werden. 72 Grevener fahren sogar täglich nach Ascheberg – das könnte mit der dortigen Weilke-Dependance zusammen hängen. Erstaunlich: 200 Grevener fahren täglich nach Osnabrück zur Arbeit und 123 sogar nach Dortmund.

Umgekehrt kommen neben den Münsteranern Einwohner aus Emsdetten (1704), aus Rheine (762), aus Saerbeck (506) und aus Steinfurt (413) nach Greven, um hier ihrer Arbeit nachzugehen. Der Anteil der Einpendler an den Erwerbstätigen in Greven liegt bei 56,8 Prozent, der Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen liegt in Greven bei 60,1 Prozent. Letztere Quote ist im Verhältnis sehr niedrig, Greven liegt dabei im Ranking der insgesamt 396 Städte und Kommunen auf Platz 264.

Insgesamt gib es in Greven 19 227 Erwerbstätige, 7896 davon sind die so genannten innergemeindlichen Pendler.

Zum Vergleich: Von allen 396 Städten und Gemeinden des Landes hatten Holzwickede (84,8 Prozent) und Merzenich (84,3 Prozent) die höchsten, Marsberg (28,7 Prozent) und Schmallenberg (29,9 Prozent) die niedrigsten Einpendlerquoten. Die höchsten Auspendlerquoten verzeichneten Merzenich (84,5 Prozent) und Vettweiß (84,2 Prozent); die niedrigsten Auspendlerquoten gab es in Münster (25,5 Prozent) und Köln (27,5 Prozent).

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