Clean up Reckenfeld
Helfer hatten leider gut zu tun

Reckenfeld -

Am Samstag hieß es wieder „Clean up Reckenfeld“. Es war die siebte Aktion dieser Art und die Müllsäcke füllten sich recht schnell.

Montag, 23.04.2018, 06:53 Uhr aktualisiert: 23.04.2018, 16:41 Uhr
Vom Treffpunkt an der alten Hauptschule aus machten sich die Helfer auf den Weg. Später gab es hier auch eine Stärkung.
Vom Treffpunkt an der alten Hauptschule aus machten sich die Helfer auf den Weg. Später gab es hier auch eine Stärkung. Foto: ros

Stolz zeigt die kleine Annika einen Sack voller Müll. Den hat sie mit Oma Marion aufgesammelt. Bereits zum zweiten Mal läuft die Dreijährige bei der Aktion „Clean up Reckenfeld“ mit. Als sie hörte, dass wieder der Müll im Ort aufgesammelt wird, sagte sie: „Da müssen wir aber mitgehen.“ Und so zogen Oma und Enkelin mit der großen blauen Mülltüte los.

Es dauerte gar nicht lange, da wurde die erste Tüte in den Container entleert. Auch bei den anderen Gruppen, die entlang der Grevener- und Emsdettener Landstraße, im Ortskern und am Walgenbach im Einsatz waren, füllten sie die Müllsäcke recht schnell. Kameraden des Reckenfelder Löschzuges übernahmen das Gebiet „Grüner Grund“ und zugleich die Hydranten.

Seit 2015 ist es der siebte Einsatz, bei dem von gedankenlosen Menschen weggeworfener Müll aus der Natur geholt wird. Mitorganisator Jürgen Otto vom Reckenfelder Bürgerverein, der die Aktion ins Leben gerufen hatte, klärte bei einer „Vortour“, wo gezielt gesammelt werden sollte. Er entdeckte schon im Vorfeld Autoreifen in Gräben oder mit Hausmüll gefüllte Müllsäcke. Offensichtlich gibt es Mitmenschen, die ihren Müll statt in der eigenen Tonne in der Natur oder in Containern anderer Mehrfamilienhäuser entsorgen. „Zweimal habe ich einen Mann beobachtet, der mit Müllsäcken im Auto vor unseren Container vorfuhr. Eine Dreistigkeit“, empört sich eine Aktive, die direkt am Kreisverkehr wohnt.

Der von der Firma Ahlert zur Verfügung gestellte Container auf dem Sammelplatz füllte sich am Samstag schnell. Jürgen Otto bedankte sich bei den Teilnehmern: „Ihr alle leistet einen großen Betrag zum Umweltschutz. Angesichts von Mikroplastik im Trinkwasser und anderen Gewässern sollte jeder auf eine saubere Umwelt achten“.

Ein Anwohner des Kuckucksweges sammelte allein auf einem Teilstück seiner Straße eine ganze Schubkarre voller Flaschen, einen Reifen und weiteren Müll in Säcken. Zwei Fahrer waren mit Anhängern ununterbrochen im Einsatz, um all die vollen Säcke, die von den Sammlern mit Müll gefüllt wurden, einzusammeln. Dank der Sponsoren Etna und Edeka konnten sich die fleißigen Helfer im Anschluss an ihren Einsatz in gemütlicher Runde zusammensetzen und sich bei einer kleinen Stärkung näher kennen lernen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5677758?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker