Verkehrssituation Schulzentrum Teichstraße
„Irgendwann passiert etwas“

Greven -

Eine Sperrung der Straße für Pkw zu den Stoßzeiten, Einbahnstraßenregelung, Schilder an und Piktogramme auf der Straße, strenge Kontrollen mit empfindlichen Geldbußen – an Vorschlägen mangelte es nicht, als es am Mittwoch im Betriebsausschuss um die Situation am Schulzentrum an der Teichstraße ging.

Freitag, 27.04.2018, 07:58 Uhr aktualisiert: 27.04.2018, 15:46 Uhr
Pkw, Lieferwagen, Busse, Taxen, Radfahrer und Fußgänger begegnen sich früh morgens und am Nachmittag an der Teichstraße und den Nebenstraßen. Regelmäßig kommt es zu gefährlichen Situationen.
Pkw, Lieferwagen, Busse, Taxen, Radfahrer und Fußgänger begegnen sich früh morgens und am Nachmittag an der Teichstraße und den Nebenstraßen. Regelmäßig kommt es zu gefährlichen Situationen. Foto: oh

Anwohner und Eltern nutzen die Fragestunde zu Beginn der Sitzung, um ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen. Unter anderem bereiten Busse Probleme, die nach wie vor (verbotenerweise) durch die Schleife zwischen Gesamtschule und der neuen Kita fahren. Zudem seien Fußwege zugeparkt. „Das ist echt ärgerlich. Wir müssen dann als Fußgänger mit unseren Kindern auf die Fahrbahn. Das geht einfach nicht, das ist extrem gefährlich“, beschwerte sich eine Mutter.

Manche Ausschussbesucher forderten eine Einbahnstraßenregelung für die Teichstraße und eine optische Verengung als Sofortmaßnahme. Der Tenor: Dass die Teichstraße langfristig umgebaut wird, sei gut. Aber bis dahin könne man nicht abwarten. „Es gibt dort wildes Parken und wildes Rangieren. Irgendwann passiert etwas. Da muss etwas geschehen“, forderte die Mutter eines Grundschulkindes. Eine andere ergänzte: „Ich muss jeden Tag Angst haben, dass meine Kinder heile wieder nach Hause kommen.“

André Kintrup, bei der Stadt für Verkehrsfragen zuständig, trat dem Eindruck entgegen, die Stadt sei untätig. Das Gegenteil sei der Fall. Im Dezember habe es zum Beispiel einen Ortstermin mit Kita-Eltern gegeben, der sofort Wirkung gezeigt habe. „Wir haben da verschiedene Sofortmaßnahmen zugesagt, die wir auch alle umgesetzt haben. Darauf lege ich Wert.“ Man habe zum Beispiel die Halteverbote ausgeweitet, die Linienführung verändert und nochmals die Busunternehmen gebeten, die Bushaltestelle nur noch von der Leinweberstraße aus anzufahren.

Langfristig soll der Komplett-Umbau der Teichstraße (ab Sommer 2020) die Lage deutlich entzerren. Vorgesehen ist, Radfahrer und Fußgänger über die Wöstenstraße zum Schulzentrum zu lotsen, so dass die Teichstraße für den motorisierten Verkehr (Busse, Taxen, Autos) frei ist. An der Teichstraße (zwischen Schulhof Gesamtschule und Grundschule) soll auch ein neuer Lehrer-Parkplatz entstehen.

Die größte Chance, auf die gefährliche Situation Einfluss zu nehmen, haben jedoch die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen – da sind sich die Verwaltung, viele Politiker und auch jene Eltern einig, die am Mittwoch die Sitzung besuchten. „Ich appelliere, nein ich erwarte, dass Verkehrsteilnehmer – Eltern in diesem Fall – sich entsprechend verhalten. Wir schaffen nur die Rahmenbedingungen und unsere Möglichkeiten sind sehr begrenzt“, sagte Alyos Wilpsbäumer, der für die städtische Infrastruktur zuständig ist.

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