Goldrausch in den Emsauen
Sieperts Skalp war beim Friseur

Greven -

Sie kommen wieder. Am 9. und 10. Juni versetzen Trapper und Indianer Grevens Emsaue in den Goldrausch.

Sonntag, 03.06.2018, 07:15 Uhr aktualisiert: 03.06.2018, 07:20 Uhr
Gewappnet für den Goldrausch (vorne v.l.): Western-Pfarrer Ralf Bachmann, Mohawk Ralf Giermann, French-Trapper Bernd Forsmann und Scout Hans-Jörg Siepert. Dahinter (v.l.) Stephan Grimoni (Rucksack-Reisen), Jan Policnik (Greven Marketing) und Nicole Runde (US-Cars-Treffen).
Gewappnet für den Goldrausch (vorne v.l.): Western-Pfarrer Ralf Bachmann, Mohawk Ralf Giermann, French-Trapper Bernd Forsmann und Scout Hans-Jörg Siepert. Dahinter (v.l.) Stephan Grimoni (Rucksack-Reisen), Jan Policnik (Greven Marketing) und Nicole Runde (US-Cars-Treffen). Foto: Günter Benning

Im vergangenen Jahr ging Hans-Jörg Siepert noch als Eisernes Pferd vom Stamme der Sioux durch. Lange Haare, Federn im Haar und ein Leder-Panzer am Arm. Beim diesjährigen Goldrausch am Ems-Beach, der am Wochenende vom 9. bis 10. Juni stattfindet, hat sich der Fan des Wilden Westens komplett gewandelt: Schwarzes Wams, Cowboy-Hut, Lederstiefel und ein Colt am Gürtel. Gestatten, sagt er, Frank Grouard, Indianer-Scout und Dolmetscher von US-General Kroog. Der Militär-Indianer lebte von 1855 bis 1905.

Und der Grund für diesen Wandel? „Ich bin umgezogen“, sagt der Ex-Reckenfelder. Jetzt wohnt er in Tecklenburg, fährt viel mit seinen Kutschen spazieren – und da passten die langen Haare nicht so recht. Also ging der Skalp zum Friseur – und der ganze Mann vollzog einen Wandel.

Echte falsche Indianer gibt es natürlich weiter bei dem US-Spektakel in den Emsauen. Zum Beispiel Ralf Giermann vom Stamme der Mohawk, der sich Sumpfbiber nennt. Die Mohawks wohnte auf dem Territorium von New York. Giermann trägt einen Vorderlader mit Steinschloss. Und er unterscheidet sich gar nicht so sehr von Bernd Forsmann, der als französischer Trapper auftritt.

Die Vorhut der Indianer und Trapper, die schon ab dem Mittwoch auf den Emswiesen anfahren werden, erwarten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gleichgesinnte. „Das Zeltlager“, sagt Siepert, „wird größer als im vergangenen Jahr.“ Allein der Club von der Alberto Ranch aus Hamm habe sich mit sieben Zelten angemeldet.

Wobei es nicht nur viel zu sehen gibt. Die Besucher können an allen möglichen Western-Spielen teilnehmen. Inclusive Bootstouren auf der Ems, für die wieder Rucksack-Reisen zuständig ist.

Während die Trapper und Indianer in den Wilden Westen entführen, werden Grevens US-Car-Freunde wieder einmal die fetten PS-Boliden aus den amerikanischen Wagenschmieden auffahren. Nicole Runde geht diesmal von über 200 Autos auf, die auf dem Emsparkplatz stehen werden. Allein 40 Camper haben sich bereits angemeldet. Damit würde das Car-Treffen deutlich größer als im vergangenen Jahr. Am Samstag werden die PS-Schleudern gegen 17 Uhr zu einer Rundfahrt durch Grevens Umgebung aufbrechen.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5784883?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker