Rückblick: Greven vor 25 Jahren
Eine verbuddelte Burg und Schwarzarbeiter

Kurioses aus alten Zeitungen. Wir haben 25 Jahre zurückgeblättert.

Samstag, 02.06.2018, 16:15 Uhr aktualisiert: 02.06.2018, 16:20 Uhr
Acka Borgmann war 30 Jahre als Trainer beim SC Greven 09 aktiv. Vor 25 Jahren verabschiedete er sich. Ein Denkmal setzte er sich als Sporthallen-Hausmeister, als er bei einem wichtigen Spiel der Handball-Damen das Licht ausknipste. Denn: Die Mädels hatten geharzt – und das wollte er nicht.
Acka Borgmann war 30 Jahre als Trainer beim SC Greven 09 aktiv. Vor 25 Jahren verabschiedete er sich. Ein Denkmal setzte er sich als Sporthallen-Hausmeister, als er bei einem wichtigen Spiel der Handball-Damen das Licht ausknipste. Denn: Die Mädels hatten geharzt – und das wollte er nicht. Foto: Pf

Warum ihn alle Acka nannten? Das wusste er selbst nicht mehr. Aber ihm zu Ehren veranstaltete der SC Greven 09 vor 25 Jahren ein Abschiedsspiel und niemand sprach ihm mit seinem richtigen Vornamen Werner an – den kannte ja auch niemand. Verdient hatte er sich das Spiel mit seiner 30-jährigen Trainer-Tätigkeit. Schon 1951 war Werner Borgmann den 09ern beigetreten. Nach zehn Jahren aktiver Zeit wurde er 1963 Trainer und Betreuer. Zunächst coachte er die Seniorenteams, ab 1974 widmete er sich ausschließlich dem Jugendbereich. Hierbei gelang ihm von 1978 bis 1983 das Kunststück, sowohl mit der C I-, als auch der B I- und der A I-Jugend in die Bezirksliga aufzusteigen.

Vor 25 Jahren wurde fleißig am Terminal I des Flughafens gebaut. Und bei einer so wichtigen Baustelle ging man natürlich davon aus, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Weit gefehlt. Beim Terminalneubau des Flughafens Münster-Osnabrück wurden 19 ungarische Arbeiter erwischt, die ohne Arbeitserlaubnis auf der dortigen Baustelle arbeiteten. Dumm gelaufen. Verhaftete wurden sie zwar nicht, aber arbeiten durften sie auch nicht mehr.

Auch ein Eilantrag der CDU-Fraktion konnte vor 25 Jahren an der Sachlage nichts mehr ändern. Die in den Jahren zuvor freigelegten Mauern der Schöneflieth-Vorburg und Teile der Gräfte wurden wieder zugeschüttet, um sie vor der Zerstörung zu sichern. Einen zweiten Winter würden die Mauern nicht überstehen, sagte damals Walter Finke vom Amt für Bodendenkmalpflege. Ob er geahnt hat, dass sich 25 Jahre später an der Situation noch nichts geändert hat?

Peter Beckmann

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5784895?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker