Highland-Games beim Schützenverein Bahnhof
Extrapunkte für Kiltträger

Greven -

Schützenverein Bahnhof? Wer am Freitag bei den Highlandgames mitmachte, durfte sich wundern, was das deutsche Schützenwesen so auf die Beine bringt.

Montag, 04.06.2018, 06:29 Uhr aktualisiert: 04.06.2018, 15:28 Uhr
Sonderpunkte fürs Schotten-Outfit: Bei den Highland-Games des Schützenvereins Bahnhof ließen sich die Teams auch optisch richtig was einfallen.
Sonderpunkte fürs Schotten-Outfit: Bei den Highland-Games des Schützenvereins Bahnhof ließen sich die Teams auch optisch richtig was einfallen. Foto: Stefan Bamberg

Regeltechnisch sind sie aber wirklich auf jeden Fall der Fälle vorbereitet. Wie zu verfahren ist, falls es nach sechs Spielen Gleichstand gibt. Wofür man beim Schiff schieben einen halben Strafpunkt kassiert. In welcher Reihenfolge die Teams im Finale starten müssen. Und was passiert, wenn ein Gewitter kommt.

Wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier, könnte man da meinen. Andererseits: Wer im Kilt aufläuft, kriegt einen Extrapunkt.

Wenn alle Teammitglieder das machen, gibt’s sogar noch einen.

Und der Schiri darf – kurz gesagt – eigentlich alles.

Ein bisschen Schottland im Deipen Brook: Highland-Games beim Schützenverein Bahnhof

1/17
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg
  • Foto: Stefan Bamberg

Okay, wir sind also doch zum Spaß hier. Bei den zweiten Grevener Highland-Games, die am Freitagabend beim Schützenverein Bahnhof steigen. Schottland-Feeling im Münsterland. Und die Frage: Wer wird der William Wallace vom Deipen Brook?

Acht Mannschaften geben jedenfalls alles. „Sensationell, wie viele mit dabei sind“, jubelt Ralf Stegemann, sonst Oberst, heute Oberschiedsrichter.

Tatsache: befreundete Vereine aus dem ganzen Stadtgebiet. Kegelclubs. Karnevalisten. Sogar Mitarbeiter einer Gartenbaufirma: „Die hatten erst um halb sechs Feierabend und machen hier noch in Dienstkleidung mit – einfach überragend!“, findet Stegemann. Baumstammwerfen könnten diese Jungs vermutlich sogar als Arbeitszeit abrechnen – doch überraschenderweise ist dieser Kraftmeier-Klassiker gar nicht dabei.

Stattdessen: Medizinball-Weitwurf, Sackhüpfen, Trecker-Reifen-Wuchten, Armdrücken, Sackhochwurf und das finale Tauziehen. Wo sie doch sonst nur noch die Volleyball-Oberliga, Autoschrauben und die Weltmeisterschaften im Hochseeangeln abkriegen – wollen die Kollegen vom DSF das hier nicht mal übertragen? Zumal: Die Stimmung ist echt genial. „Unter den Vereinen und Gruppen haben wir einen großartigen Zusammenhalt“, erzählt Stegemann. „Dafür lohnt es sich, dass heute der ganze Klub mit anpackt.“

Die Highland-Games-Premiere in 2017 – einem Kaiserjahr – kam so super an, dass sie das Event noch mal organisiert haben. Am ehemaligen Ruhetag zwischen Königsschießen und diversen Abendterminen am Wochenende: „Pause ist nicht mehr“, lacht Stegemann.

Kaum Pausen genießen übrigens auch die beiden anwesenden Dudelsackspieler. Doch wenn die schottischen Piper mal kurz nicht pfeifen, tut’s auch die Mucke vom Band: Wolle MacPetry und Helene O’Fischer.

Zugegeben: Wie der ganze Spaß ausgegangen ist, haben wir dann nicht weiter verfolgt. Aber, wenn man sich die fröhlichen Teilnehmer so anguckt: Es ist wohl eh nur ein Freundschaftsspiel.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5789576?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker