Mi., 13.06.2018

Stellungnahme SPD lobt die Arbeit der Wirtschaftsförderung

Dr. Christian Kriegeskotte

Dr. Christian Kriegeskotte Foto: fks

Greven - 

Die Forderungen von Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne) und Jürgen Diesfeld (CDU) an die künftige Wirtschaftsförderung (Ausgabe vom 9. Juni) hat in der SPD zu Unverständnis geführt. Das formuliert SPD-Fraktionschef Dr. Christian Kriegeskotte in einer Pressemitteilung.

Es gebe einen städtischen Ausschuss, der sich mit Wirtschaft und Wirtschaftsförderung beschäftigt. Im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss (HFWA) hätten alle Themen ebenso wie jede Kritik besprochen und Weisungsbeschlüsse erfolgen können, heißt es darin. Der Einfluss der Politik sei mehr als gegeben, man müsse ihn nur nutzen.

Festzustellen sei, dass es in den vergangenen Jahren „keine nennenswerten Anträge seitens der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen zu Wirtschaftsthemen gab“. Mit dem Aufsichtsrat der GFW gebe es ein weiteres Gremium, das man hätte nutzen können. Doch auch hier sei von konstruktiver Kritik oder der Formulierung eines politischen Willens von CDU und Bündnis 90/Die Grünen nichts festzustellen gewesen.

Die GFW und ihr Geschäftsführer Stefan Deimann hätten mindestens seit 2012 als Ziel ausgegeben, produzierende Unternehmen an den Standort Greven zu binden und so den Schwerpunkt der Ansiedlungen von Unternehmen weg von der Logistik hin zu produzierendem Gewerbe zu verschieben.

In der Mitteilung werden die neuen produzierendem Unternehmen AFT-Automotiv, Bornemann-Rollladenbau, BVM Seil- und Hebetechnik, Grabacz-Metalltechnik und Schumacher-Packaging ebenso genannt, wie die Erweiterung vieler in Greven ansässiger Unternehmen wie Egeplast, Hillebrandt, Ceno Tec, Nolte Technik, Arnskötter, Jockenhöfer, Venschott Fensterbau, Gefriertrocknung Greven, Setex. Die GFW habe dafür gesorgt, dass das produzierende Gewerbe aber insbesondere auch Dienstleistungen gestärkt wurden.

Die GFW habe ein Marketingkonzept für den Standort Greven, das die Perspektive auf produzierende Unternehmen richten soll, in Auftrag gegeben. Wie wichtig dieses Thema für CDU und Bündnis 90/Die Grünen sei, habe man daran feststellen können, dass die Beteiligung der beiden Fraktionen an den entscheidenden Erarbeitungssitzungen des Marketingkonzeptes schwach oder nicht vorhanden war. Seitens Bündnis 90/Die Grünen sei sogar versucht worden, durch Streichung der Finanzmittel die Erarbeitung dieses Marketingkonzeptes zu verhindern.

Die SPD sei bereit an einem „Runden Tisch“ zum Thema GFW teilzunehmen. CDU und Bündnis 90/Die Grünen schienen dazu bisher nicht bereit zu sein. Anstatt die Machtfrage zu stellen, sollten beide Fraktionsvorsitzenden, so die Pressemitteilung, Sachfragen stellen. Dies wäre der Anfang für einen runden Tisch GFW.



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