Digitalisierung in den Außenbereichen
Breitband-Ausbau startet frühestens 2019

Greven -

Die Stadt will die Digitalisierung vorantreiben und hat daher eine Förderung für den Breitband-Ausbau in den Außenbereichen Grevens beantragt (unsere Zeitung berichtete). 22 Millionen Euro sollen in das schnelle Netz investiert werden, 19 Millionen Euro davon fließen als Förderung. Die Zusage hat Greven bereits in der Tasche.

Samstag, 07.07.2018, 17:42 Uhr aktualisiert: 07.07.2018, 17:50 Uhr
Stefan Deimann
Stefan Deimann Foto: Günter Benning

Im Rat berichtete Wirtschaftsförderer Stefan Deimann nun über den weiteren Gang der Dinge. Demnach sind noch viele formelle Schritte im Zuge der Ausschreibung und Vergabe abzuarbeiten. Im Sommer soll feststehen, welche Unternehmen den komplexen Auftrag ausführen wollen. „Wir haben die Zahl auf maximal fünf beschränkt, um den Aufwand zu begrenzen, und hoffen, dass sich mindestens drei Unternehmen beteiligen, damit wir auch eine gute Auswahl treffen können. Unser Ziel ist es dann, Anfang September 2019 mit dem Bau zu beginnen und die Maßnahme innerhalb von zwei Jahren zu beenden“, erläuterte Deimann.

Es folgte ein großes Aber: „Zuzeit ist nicht das Geld das Problem, sondern den Tiefbauer zu bekommen, der das in der Zeit auch umsetzen kann.“

Das provozierte Widerspruch der (bekanntlich Deimann-kritischen) CDU. Deren Fraktionsvorsitzender Jürgen Diesfeld kann sich mit der Zeitfolge überhaupt nicht anfreunden. „Herr Deimann, ich frage Sie, wie man das als normaler Kommunalpolitiker Bürgern in den Bereichen, die betroffen sind, klar machen soll, dass das nicht geht?“ In den Medien werde gleichzeitig immer wieder deutlich, dass das Geld bereitliege, aber nicht abgerufen werde. „Man kann doch eine solche Entwicklung nicht drei, vier, fünf Jahre vor sich herschieben wegen irgendwelcher formaler Abstimmungen.“

Bürgermeister Peter Vennemeyer sprang seinem Wirtschaftsförderer zur Seite: Der Bund prüfe derzeit, ob das Verfahren beschleunigt werden könne. Man habe über die kommunalen Spitzenverbände Druck ausgeübt, weil man mit der Verzögerung natürlich auch nicht einverstanden sei. „Ich gebe ihnen Recht: Das ist kaum jemanden zu vermitteln, dass es so ist.“ Aber an den formellen Voraussetzungen, die vor einer Vergabe erfüllt werden müssten, könne man in Greven nun auch nichts ändern. „Und Herr Deimann hat auch Recht: Sie müssen erstmal einen Tiefbauer finden, der das in der Zeit schafft.“

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