„Tag der offenen Tore“ bei der Feuerwehr Reckenfeld
Nah ran und hoch hinaus

Reckenfeld -

Die Flammen schlagen hoch, verbreiten eine so starke Hitze, dass die Zuschauer freiwillig weit hinter die Absperrung zurückweichen. Wenn das mal auch so vorbildlich laufen würde, wenn die Rettungskräfte im echten Einsatz sind. Bei diesem Brand allerdings legte Oberbrandinspektor Olaf Weiß höchst-persönlich das Feuer. Flott kam die Jugendfeuerwehr Greven im Einsatzwagen an, um das Feuer zu löschen. Nur eine von vielen weiteren Demonstrationen und Aktionen, die der Löschzug den Besuchern am „Tag der offenen Tore“ auf dem Gelände an der Bahnhofstraße bot.

Montag, 09.07.2018, 16:37 Uhr aktualisiert: 09.07.2018, 16:40 Uhr
Erfahrene Feuerwehrleute und Nachwuchs Hand in Hand: Die Reckenfelder Wehr nutzte natürlich die Gelegenheit, die Faszination der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit vorzuführen.
Erfahrene Feuerwehrleute und Nachwuchs Hand in Hand: Die Reckenfelder Wehr nutzte natürlich die Gelegenheit, die Faszination der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit vorzuführen. Foto: Rosi Bechtel

„Der Tag ist super gelaufen. Hier herrschte durchgängig reger Betrieb“, freute sich Olaf Weiß. „So viele waren es noch nie“, bemerkt Rainer Siepert, der die Übungseinsätze moderierte.

Was ist zu tun, wenn Fett im Topf brennt? Natürlich niemals mit Wasser löschen. Welche Auswirkungen das hat, demonstrierten Mitglieder des Löschzuges. „Richtig ist, sofort den passenden Deckel auf den Topf zu legen und die Flammen zu ersticken“, erklärte Siepert. Die Minis, das sind die Kinder der Reckenfelder Kameraden, „löschten“ gar ein brennendes Papphaus. So zieht man Nachwuchs heran. Wer wissen wollte wie es ist, in ein Haus voller Rauch zu gehen, konnte das im „Darkroom“ nachempfinden. Geschicklichkeit war beim Parcoursfahren mit einem Rad gefragt, das andersherum fuhr als man wollte. Da war schon die Hilfe der Eltern erforderlich. Das Wasserball-Labyrinth war bei den Kindern ebenso beliebt wie das Sitzen im Feuerwehrauto.

Auch die Erwachsenen stellten viele Fragen an die Wehrleute sowie an die THW-Mitglieder, die ebenfalls mit Einsatzfahrzeugen vor Ort waren, genau wie die DLRG mit Boot und Rettungsausrüstung. Neben den aktuellen modernen, großen Einsatzfahrzeugen des Löschzuges wirkte der TSF, Baujahr 1972, der sich im Privatbesitz befindet wie eine Miniaturausgabe.

Unter den Besuchern war auch Hermann Hoppe aus der Altersehrenabteilung, der sich freut, mitten zwischen dem Geschehen am Feuerwehrhaus zu sein. „Es ist ein tolles Erlebnis hier zu sein.“

Die Lose für die Tombola waren bereits am frühen Nachmittag ausverkauft, die tollen Preise fanden großen Anklang. „Danke an die Sponsoren, die durch die materielle und finanzielle Unterstützung diese Tombola möglich machten“, so Olaf Weiß.

Zum Ende der Veranstaltung durfte man auch mit der Drehleiter hoch in den Himmel fahren. Der Ausblick: grandios. Es gab weite Sicht bis Münster und Ibbenbüren und viele staunten, wie viele Windkraftanlangen rundherum zu sehen waren.

Kameradschaftlich ging das Fest zu Ende. Denn als die Gäste weg waren hieß es: „Alle anpacken und aufräumen“. Und dann konnte endlich zum wohlverdienten, gemütlichen Teil übergegangen werden.

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