Achtklässler im Gertrudenstift
Rollstuhltraining beeindruckt Schüler

Greven -

„Das macht Spaß. Aber immer im Rollstuhl? Das stelle ich mir echt schwer vor.“ Der Pädagogikkurs des achten Jahrgangs der Gesamtschule hat ausprobiert, was es heißen kann, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Dienstag, 10.07.2018, 08:37 Uhr aktualisiert: 10.07.2018, 08:40 Uhr
Eine Aufsteh-Hilfe im Praxistest – eine wertvolle Erfahrung.
Eine Aufsteh-Hilfe im Praxistest – eine wertvolle Erfahrung.

Die Schüler waren sie Gast im Alten- und Pflegeheim Gertrudenstift. Dort haben die Achtklässler sich von einer Bewohnerin erzählen lassen, wie sehr sich der Alltag verändert, wenn das selbstständige Gehen nicht (mehr) möglich ist, welche Hürden es gibt, um etwa in die Stadt zu kommen oder eine Reise zu unternehmen, wo und wie sehr man auf die Hilfe angewiesen ist.

Mit viel Dankbarkeit für all die Menschen um sie herum, die oft so selbstverständlich Hilfestellung geben, kam die Aufforderung bei den Jugendlichen deutlich an: „Schaut nicht weg, wenn ihr jemandem begegnet, der im Rollstuhl sitzt. Traut euch und fragt nach, ob Hilfe gewünscht wird.“

Mit einigen Rollstühlen konnten die Schüler selbst testen, welche Tücken es haben kann, einen Rollstuhl zu schieben und mit welchen Tricks das Ganze gelingen kann. Sie konnten das Gefühl nachempfinden, geschoben zu werden oder auch sich selbst im Rollstuhl fortzubewegen. „Aber wie komme ich denn vom Bett in den Rollstuhl, wenn ich auch nicht mehr stehen kann?“ Schon wurde eine Aufstehhilfe herbeigeholt und durfte getestet werden. Ein eindrückliches Erlebnis.

Das Rollstuhltraining fand im Rahmen des Projektes „SozialGenial“ statt. Die Schüler sammelten in diesem Schulhalbjahr Erfahrungen in verschiedensten sozialen Einrichtungen.

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