Kräuterbeet für alle
Ernten ausdrücklich erlaubt

Reckenfeld -

Das Kräuterbeet auf dem Reckenfelder Dorfplatz, am Zugang vom Dorfmitte-Kreisel installiert, ist allemal einen Stopp wert. Das Besondere: Man darf sich bedienen und Kräuter für den Eigenbedarf pflücken.

Samstag, 14.07.2018, 17:25 Uhr aktualisiert: 14.07.2018, 17:30 Uhr
Das Kräuterbeet hält eine Vielfalt regionaler, aber auch internationaler Kräuter bereit und wird saisonal immer wieder neu bestückt.
Das Kräuterbeet hält eine Vielfalt regionaler, aber auch internationaler Kräuter bereit und wird saisonal immer wieder neu bestückt. Foto: Oliver Hengst

Dran vorbeigehen, ohne es zu sehen – schon schwierig. Vorbei gehen, ohne es zu schnuppern: eigentlich unmöglich. Schon aus etlichen Metern Entfernung kündigt sich das duftende Erlebnis an. Da haben auch Abgase der direkt anliegenden Hauptstraße keine Chance mehr. Intensiver Duft steigt Passanten in die Nase. Und spätestens dann ist die Neugier geweckt. Was steht denn da . . . ?

Das Kräuterbeet auf dem Dorfplatz, am Zugang vom Dorfmitte-Kreisel installiert, ist allemal einen Stopp wert. Das Besondere: Man darf sich bedienen und Kräuter für den Eigenbedarf pflücken.

Gießen und Nachpflanzen

Betreut wird das üppige Beet von Tina Linnemann, deren Blumen-Laden „Blüte und Kunst“ vis-à-vis liegt. Sie und ihr Mitarbeiterinnen-Team hegen und pflegen die Pflanzen und erneuern immer mal wieder die Deko. „Wir haben das Beet bewusst so hoch bepflanzt, damit keine Hunde dran kommen. Die Höhe ist bequem erreichbar“, sagt sie über den bepflanzten Topf im XXL-Format. Regelmäßig würden die Kräuter erneuert – wenn auch manchmal aus anderen Gründen als geplant. „Wir müssen zwangsläufig etwas tauschen. Neulich war das Beet einmal halb leer.“ Nicht nur, dass Diebe es fertig brachten, Kräuter mitsamt Wurzel mitgehen zu lassen: Sogar einen Olivenbaum gruben sie aus. So ist das natürlich nicht gedacht. „Das hat mich schon überrascht“, räumt die Geschäftsfrau ein. Zumal es im Umfeld ihres Ladens ansonsten so gut wie keine derartigen Probleme gebe.

Natürlich verursacht das auch Kosten. Aber es trägt zur Verschönerung des Ortes bei, deshalb haben wir alle Spaß daran.

Tina Linnemann

Tina Linnemann kümmert sich dennoch gern ums Gießen und Nachpflanzen – weil sie weiß, dass das Angebot gut genutzt wird. „Ich habe neulich mit Franz-Josef Holthaus gesprochen, der ein paar Damen gesehen hat, die Kräuter geerntet haben.“ So soll es sein – das Kräuterbeet als Inspirationsquelle für frische, gesunde Kost. „Natürlich verursacht das auch Kosten. Aber es trägt zur Verschönerung des Ortes bei, deshalb haben wir alle Spaß daran.“

Heimische Küche mit Kräuter aufpeppen

Und sie hofft, dass auch die Reckenfelder ihren Spaß an dem Beet haben. Aktuell laden Lavendel, Thymian und Co. dazu ein, die heimische Küche mit Kräutern aufzupeppen. Eine ebenso einfache wie geniale Verwendung liegt für den französischen Strauchbasilikum auf der Hand: Tomate-Mozzarella mit frischem Basilikum, ein gutes Öl dazu. „Schmeckt super“, sagt Tina Linnemann.

Wer weitere Rezept-Ideen mit Kräutern hat und diese gern mit den Lesern dieser Zeitung teilen möchte, sollte sich eingeladen fühlen, uns das Rezept zukommen zu lassen: per Post an die Redaktion, Marktstraße 45 in Greven, oder per Mail an redaktion.gre@zeitungsgruppe.ms. Über Bilder vom Gericht und vom Einsender würde sich die Redaktion sehr freuen, es geht aber auch ohne Foto.

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