So., 12.08.2018

Greven vor 25 Jahren Wenn ein Männerchor Sport betreibt

Schach  Werner Bronstering trat vor 25 Jahren sein Amt als Leiter des Grevener Gymnasiums an.

Schach  Werner Bronstering trat vor 25 Jahren sein Amt als Leiter des Grevener Gymnasiums an. Foto: dpa

Was ist Sport? Ist Schach Sport? Fragen, die sich auch vor 25 Jahren stellten.

Was ist Sport und was ist kein Sport? Diese Diskussion wurde schon oft und schon seit Jahren geführt. Ist Schach Sport? Die bewegen sich schließlich nicht großartig? Oder welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Sportler zu sein? Na, die Kollegen vor 25 Jahren waren da wohl sehr pragmatisch. Nach dem Motto: Alles, was mit Bewegung zu tun hat, ist Sport. Wie ist es sonst zu erklären, dass der Männerchor Liedertafel es auf die Lokal-Sport-Seite verschlagen hat? Dort wurde in der Telegramm-Spalte angekündigt, dass eben dieser Männerchor eine Radtour unternimmt. Tja, warum auch nicht. Bewegt haben die sich auf jeden Fall – also ist das auch Sport, oder?

Manch ein Problem zieht sich über lange Zeiten von Jahr zu Jahr. Denn auch vor 25 Jahren wurden in Greven die Kindergarten-Plätze knapp. Trotz der 870 Plätze in den zehn Einrichtungen schmorten 325 auf der Warteliste. Damals hatten die Eltern wohl keinen rechtlichen Anspruch auf einen Platz. Und heute? Da gibt es 24 Kindergärten und Kindertagesstätten und die dürfen selbst Kinder ab einem Jahr besuchen.

Am Gymnasium war vor 25 Jahren richtig etwas los. Zum einen trat nun endlich Werner Bronstering sein Amt als Nachfolger von Wilhelm Schütze an. Der Grevener Rat hatte seine Kandidatur für das Amt unterstützt, aber die Personalräte beim Regierungspräsidenten und beim Kulturministerium hatten im Vorfeld ein negatives Votum abgegeben. Zum anderen hatte die Schule im Jahr 1993 auf einmal ganz viel Platz. Denn die Anne-Frank-Realschule war in den Westen umgezogen, das Gebäude an der Lindenstraße stand dann ab sofort dem Gymnasium zur Verfügung. Sehr zur Freude von Studienrat Franz Deupmann, der die Stundenpläne und die Raumverteilung für die Schüler des Gymnasiums erarbeitete. Und das damals schon so richtig revolutionär: Denn damals wurde erstmals der Kollege Computer mit eingesetzt. Aber so richtig getraut haben die Pauker dem digitalen Kollegen damals wohl nicht. Denn die ellenlange und sehr analoge Stundentafel wurde weiter genutzt und zierte die Wände im Lehrerzimmer.

Peter Beckmann



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5966653?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F