Fr., 24.08.2018

Zwei Großbaustellen im Airportpark Bei Hermes und Beresa geht‘s los

Bagger, Radlader und Trecker auf dem Hermes-Gelände.

Bagger, Radlader und Trecker auf dem Hermes-Gelände. Foto: Günter Benning

Greven - 

Im Airportpark haben derzeit die Baufahrzeuge das Sagen. Auf zwei gewaltigen Baugrundstücken wird gerade die Erde weggeschoben. Vorbereitungen für die Ansiedlungen von Hermes und Beresa in dem Gewerbepark.

Von Günter Benning

Wenn Udo Schröer, Geschäftsführer des Airportparks so redet, dann geht es immer schnell um Zehntausende. Klingt interessant, vor allem das Faktum, dass er gerade zwei Grundstücke von zusammen 100 000 Quadratmetern hinter dem FMO-Parkhaus und in Richtung Kanal gekauft hat. Noch nicht baureif – aber das soll kommen.

Besser zu greifen sind die Radlader, Bagger und Trecker hinter Schröers Büro. Auf zwei gewaltigen Baugrundstücken wird gerade die Erde weggeschoben.

Vom Flughafengebäude aus gesehen links entsteht das umstrittene Hermes Distributionszentrum auf einem Grundstück von 63 100 Quadratmeter (6,3 Hektar).

Nicht viel kleiner ist auf der gegenüberliegenden Seite der Airportallee das Administrations- und Logistikzentrum von Beresa auf 42 000 Quadratmetern (4,2 Hektar).

Hier sollen nach der Fertigstellung bis zu 15 000 Leasingfahrzeuge jährlich aufgemöbelt und online vermarktet werden. Ein völlig neues Konzept.

Gegenüber vom Hermes-Gelände wehen zwei Fahnen vor einem provisorischen Parkplatz, die auf das Bauunternehmen Depenbrock verweisen.

Wie an anderen deutschen Flughäfen wird das Unternehmen aus Stemmwede hier ein Verwaltungs- und Schulungszentrum errichten. Bisher hat Depenbrock bereits im Bürogebäude gegenüber vom FMO-Terminal Büroräume.

Der Airportpark entwickelt sich rasant. Gerade hat Schumacher Packaging seinen zweiten Bauabschnitt abgeschlossen. 80 Millionen Euro wurden hier in bisher 200 Arbeitsplätze investiert. Aber Udo Schröer ist sicher, dass „mit dem dritten Bauabschnitt die Mitarbeiterzahl von 400 bis 500 erreicht wird“.

Geplant ist bereits neben Schumacher eine Halle der HB GmbH aus Ostbevern. Ein Distributionszentrum für tschechische Gartengeräte. Schröer: „In Ostbevern konnte man ihnen kein großes Grundstück anbieten.“

Über seinen Schreibtisch gingen derzeit zahlreiche Anfrage für Grundstücke. „Jeden Tag weise ich zwei, drei ab“, sagt er, „weil die Firmen keinen Bezug zum Flughafen haben.“ Das ist eine Bedingungen, die bei jeder Ansiedlung abgefragt wird – auch wenn zum Beispiel Grevens Grüne daran zweifeln, dass Unternehmen wie Schumacher flughafenaffines Gewerbe darstellen.

Wenn Schröer zusammenzählt, wie viele bebaubare Grundstücksdlächen er noch hat, kommt er auf knapp 35 000 Quadratmeter. Von ursprünglich 380 000 im ersten Airportpark-Bauabschnitt. Der eigentliche geplante Belegungszeitrahmen von 20 Jahren hat sich auf zehn Jahre verkürzt.

Mit den 100 000 Quadratmetern, die jetzt in Richtung Kanal zugekauft wurden – zwei Restbauernhöfe – entstehen rund 80 000 Quadratmeter Nettobauflächen zusätzlich. „Für die neue Fläche werde ich bis Herbst ein Konzept erstellen“, erklärt er.

Dabei geht es immer auch darum, kritische Nachbarkommunen zu beruhigen. In Rheine und Ibbenbüren gibt es in Zukunft durch Bundeswehr- und Zechenwegfall große Konversionsflächen. Wie Ibbenbürens Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer erklärte, war man über Zukaufpläne des Airportpark-Managers alles andere als vergnügt. In der Bergmannstadt macht immer noch die Geschichte die Runde, Schumacher habe eigentlich nach Ibbenbüren ziehen wollen.

Für Udo Schröer liegt das Problem anderswo: „Die Kommunen konnten einfach nicht im richtigen Zeitraum die passenden Industrieflächen entwickeln.“ Am Grevener Flughafen waren Grundstücke und Infrastruktur vorhanden.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5994621?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F