Do., 23.08.2018

Das Winninghoffpättken Zwei Seiten eines Patts

Polizei-Bezirksbeamter Uwe Wagner vor dem Einfahrtverbotsschild am Rathaus. Es gibt viele andere Stellen zum Reinfahren.

Polizei-Bezirksbeamter Uwe Wagner vor dem Einfahrtverbotsschild am Rathaus. Es gibt viele andere Stellen zum Reinfahren. Foto: Günter Benning

Greven - 

Es ist manchmal nicht leicht, sich korrekt zu verhalten. Zum Beispiel am Winninghoffpättken. Die kleine Gasse verbindet Martinistraße und Rathaus. Und oben steht ein blaues Schild, das aussagt, für wen es reserviert ist: Fußgänger.

Von Günter Benning

Unten allerdings, am Anfang des Pättkens, findet man keinerlei einschränkende Hinweis. So dass Radler guten Gewissens in Richtung Martinuskirche hochfahren. Ist das richtig?

„Das Winninghoffpättken ist ein reiner Fußweg“, erläutert Stadt-Pressesprecher Wolfgang Jung auf eine Anfrage dieser Zeitung, „an der Einmündung Martinistraße ist es mit dem Verkehrszeichen 239 ´Gehweg` beschildert. Die gegenüberliegende Einfahrt aus Richtung Rathaus liegt innerhalb der Fußgängerzone zwischen Rathaus und Rathaus-Carrée. Sie ist deshalb per se für Radfahrer komplett verboten.“

Die entsprechenden Verkehrszeichen 250 „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ (ausgenommen Anlieferverkehr bzw. Anlieger) stehen an den Eingängen des Fußgängerbereichs, ergänzt die Stadt. Fahrräder müssten dort also immer geschoben werden. Radfahrer, die durch den Fußgängerzonenbereich beim Rathaus und dann durch das Winninghoffpättken fahren, begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Soweit die Antwort der Stadt.

Bei einer kleinen Fahrradtour mit dem Polizeibezirksbeamten Uwe Wagner (Reportage in der morgigen Ausgabe) sorgte der Hinweis, dass man sich hier in einer Fußgängerzone bewegt, für Überraschung.

Dem radelnden Wagner war das Verbotsschild selbst noch nicht aufgefallen. Es steht einerseits an der Lkw-Auffahrt an der Rathausstraße und gegenüber dem Ahlert-Parkplatz. Sehr unscheinbar.

Radler allerdings, die über das Parkdeck in die Zone fahren oder über den Überweg vor der Kreissparkasse können die Schilder nicht sehen. Dann, meint Wagner, könne man sie auch nicht bestrafen. „Außerdem sind doch hier überall Fahrradständer“, meint er.

Tipp der Redaktion: Das kleine Schild „Radfahrer frei“ (Zeichen 242) würde die Schieflage lösen.

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