Fr., 24.08.2018

Alexander Brockmeier – jüngster Landtagsabgeordneter Für FDP steht Wahlkampf vor der Tür

Alexander Brockmeier ist vermutlich ein politisches Naturtalent: Mit 25 Jahren vertritt er die FDP im Düsseldorfer Landtag.

Alexander Brockmeier ist vermutlich ein politisches Naturtalent: Mit 25 Jahren vertritt er die FDP im Düsseldorfer Landtag. Foto: Günter Benning

Greven - 

Für den FDP-Mann Alexander Brockmeier (25) steht der Kommunalwahlkampf vor der Tür. Wie das, die Wahl ist doch erst im Herbst 2020?

Von Günter Benning

„Wir fangen am 1. Oktober mit den Vorbereitungen an“, sagt der jüngste Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag, der gebürtig aus Rheine kommt. Derzeit ist er auf einer Tour durch die 24 Gemeinden seines Wahlkreises. Die FDP muss lokal ihre Strukturen neu aufbauen.

In Greven sind die Liberalen noch im Rat vertreten. In anderen Kommunen sind sie bei der letzten Kommunalwahl herausgekickt worden. Das zerstörte gewohnte Informationskanäle. Und daran änderte auch das 12-Prozent-Wahlergebnis bei der Landtagswahl nichts, dass den Newcomer mit 28 anderen FDPlern in die Landeshauptstadt brachte: „Wir sind die größte Fraktion, die wir je hatten.“ Und dann noch an der Regierung beteiligt, in Schlüsselressorts, was die Partei derzeit bei der Aufregung um ihren abschiebenden Minister Joachim Stamp eher unangenehm bemerkt.

Dass die FDP andere Großprojekte vorantreibt, geht da vielleicht unter: Yvonne Gebauer, die Schulministerin, managend gerade den Umbau von G8 auf G9. Auch Alexander Brockmeier ist Mitglied im Schulausschuss : „Wir gehen diese Baustelle mit einer gewissen Gründlichkeit an.“ Baustellen sind für ihn auch die Änderung des KIBIZ-Gesetzes. Die Kitas, in den seit KIBIZ, „gefühlt 70 Prozent der Mitarbeiter befristete Verträge haben“, müssten finanziell besser gestellt werden. Dafür will die wirtschaftsliberale Partei Geld in die Hand.

Dafür soll anders gekürzt werden. Brockmeier: „Das Land muss keinen Sensenkurs bezahlen.“ Und der Betrieb der Landesspielbank könne auch privatisiert werden.

Der Politik-Neuling hat auch persönlich ehrgeizige Pläne. Neben seinem Landtagsmandat beginnt er in Kürze sein juristisches Referendariat an einem Gericht in Düsseldorf. Für ihn ist klar: „Ich will nicht immer Politik machen, sondern auch als Anwalt arbeiten.“

Dass sein Landtagsmandat eigentlich ein „24/7“- Job ist, ihn also rund um die Uhr beschäftigt, macht ihm keine Sorge. „Ich weiß von einem Europa-Abgeordneten“, sagt er, „der sein Referendariat auch geschafft hat.“

Der FPD im Kreis, sagt der Vorsitzende, sei im Aufwind: „Wir haben in meiner Zeit die Mitgliederzahl von 400 auf 500 erhöhen können.“



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