Mi., 29.08.2018

Martinigrundschule: Vorarbeiten für neue Mensa laufen Kein Balken ist wie der andere

Anja Haase und Franz-Josef Huckenbeck sind mit den baulichen Fortschritten, die es während der Sommerferien gab, sehr zufrieden.

Anja Haase und Franz-Josef Huckenbeck sind mit den baulichen Fortschritten, die es während der Sommerferien gab, sehr zufrieden.

Greven - 

Die Martinigrundschule – sie ist rein baulich gesehen derzeit ein großer Verschiebebahnhof. In den Sommerferien ist die frühere Mensa (unterm Dach) in zwei Klassenräume mit jeweils einem Inklusionsraum (für differenzierten Unterricht für Kinder mit Förderbedarf) verwandelt worden. Von außen sind sie gut erkennbar an den bunten Fenstereinrahmungen.

Von Oliver Hengst

Grund für den Auszug der Mensa: „Sie war ausgelegt auf 25 Kinder. Inzwischen haben wir in der OGS um die 200 Anmeldungen, Tendenz steigend“, sagt Anja Haase vom Gebäudemanagement. „Wir platzen dort aus allen Nähten.“ Aktuell ist die Mensa, die schon rund um Ostern ausgezogen ist, in einem Container auf dem Schulhof untergebracht – uns so wird es wohl noch ein Schuljahr lang bleiben. So lange dauert es, das neue Domizil herzurichten. Dafür wird der (kleinere) Gebäudeteil im vorderen Bereich um eine Etage aufgestockt.

Was sich einfach anhören mag, ist tatsächlich ziemlich komplex. Zimmerermeister Franz-Josef Huckenbeck und sein Team haben in den Ferienwochen die Balkenlage verstärkt und zum Teil erneuert, damit der Zwischenboden die künftige Last auch tragen kann. Dabei, so Huckenbeck, muss man die Geschichte des Hauses berücksichtigen. „Hier haben schon Generationen dran herumgebaut.“ Darauf Rücksicht nehmen und individuelle Lösungen finden – das meint er wenn er sagt, dass man „das Gebäude abholen“ muss.

Dank der Verstärkung kann die Decke künftig um die 500 Kilo pro Quadratmeter tragen, bislang waren es rund 150 Kilo – was ausreichte, denn bislang wurde der Dachboden allenfalls als Materiallager, ganz früher als Heulager genutzt. In einem Jahr sollen die Balken eine schwere Küchenausstattung und hunderte Menschen tragen. „Das hatte man 1905 noch nicht berechnet“, sagt Huckenbeck schmunzelnd. Der Dachstuhl wird entfernt und durch eine neue Flachdachetage (Holzrahmenbauweise) ersetzt.

Wie Anja Haase berichtet, wird die Schule auch einen gläsernen Verbindungstrakt erhalten, der die beiden Gebäudeteile miteinander vernetzt. Bislang gibt es an dieser Stelle nur einen überdachten Freiluft-Durchgang. „Das wird eine echte Bereicherung für die Schule. Es wird auf allen Ebenen eine Verbindung geben.“ Wer aktuell vom einem Obergeschoss ins andere will, muss viele Treppen runter und wieder rauf laufen – künftig nicht mehr.

Zudem soll ein in die Glasverbindung integrierter Fahrstuhl für eine barrierefreie Anbindung sorgen.



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