Do., 30.08.2018

Dreharbeiten für „Lecker an Bord“ im Fuestruper Yachthafen Sterneköche in der Kombüse

Björn Freitag (links) und Frank Buchholz in der „Kombüse“. Die beiden haben deutlich weniger Platz zum Kochen, als in ihren Restaurants. Für die Produktion der Serienteile sind immer rund zehn Leute vor Ort.

Björn Freitag (links) und Frank Buchholz in der „Kombüse“. Die beiden haben deutlich weniger Platz zum Kochen, als in ihren Restaurants. Für die Produktion der Serienteile sind immer rund zehn Leute vor Ort. Foto: Peter Beckmann

Greven - 

Prominenz im Fuestruper Jachthafen: Für die WDR-Reihe „Lecker an Bord“ wird dort zur Zeit ein Best-off der beliebten Serie mit den Starköchen Björn Freitag und Frank Buchholz gedreht. Sie waren schon einmal mit dem Hausboot in Fuestrup und waren von der Anlage total begeistert.

Von Peter Beckmann

Die Sendungen sind ein Hit. Viele Zuschauer, viel positive Resonanz. Zwei Staffeln sind gedreht und gesendet. Helma Potthoff, Redakteurin der Sendung, könnte sich gut eine dritte Staffel vorstellen. Eine Sendereihe, die so gut läuft – da kann es ja fast nur um das Thema Kochen gehen. Und genau darum dreht sich auch alles.

„Lecker an Bord“ heißt die vom WDR produzierte Reihe. Und da sie so erfolgreich ist, wird momentan an einem 90-minütigen Best-Off-Film gedreht. Und zwar im Fuestruper Hafen. Hier waren die beiden befreundeten Sterne-Köche Björn Freitag und Frank Buchholz mit Skipper Heinz-Dieter Fröse und seinem Hausboot „una­one“ schon einmal. „Das hat uns hier so gut gefallen, dass wir diese Best-off-Folge hier drehen wollten“, erzählt Helma Potthoff.

Die einzelnen Folgen verlaufen nach einem identischen Muster. Das Hausboot fährt einen Hafen an, die beiden Köche schwärmen mit E-Bikes aus und suchen – natürlich von der Redaktion vorher recherchiert – heimische Nahrungsproduzenten in der Umgebung. Die Lebensmittel, die sie mitnehmen, werden dann an Bord in der relativ bescheidenen Küche zu leckeren Speisen verarbeitet. Und dass die wirklich lecker sind, bestätigt der Skipper. „Mir hat es bislang immer sehr gut geschmeckt, die beiden Jungs verstehen ihr Handwerk“, bestätigt Heinz-Dieter Fröse, der aus Münster kommt und das Hausboot in seinem Betrieb selbst gebaut hat.

Helma Potthoff, die neben dieser Sendereihe auch im Rahmen anderer (Koch)-Serien mit Björn Freitag zusammenarbeitet, kann auf eine drängende Frage so recht keine Antwort geben. Immer mehr Menschen können gar nicht mehr kochen, ernähren sich von Fertiggerichten. Aber warum laufen Kochsendungen dann eigentlich immer noch so gut? Potthoff zuckt mit den Schultern und versucht eine Erklärung. „Ich glaube, dass viele Menschen beim Zuschauen so richtig entspannen können“, versucht sie das zu erklären.

Für Björn Freitag hat die Tendenz zu Fertiggerichten oft mit fehlender Zeit zu tun. Das können man auch nicht immer verurteilen. „Aber ich glaube, dass wir die Leute dazu animieren, an freien Tagen vernünftig zu kochen.“

Überhaupt: „Lecker an Bord“ besteht zeitlich gesehen auch nur zu einem Drittel aus Kochen. „Diese Sendung ist ein Crossover von Heimat, Geschichten, Menschen und Genießen“, erklärt Potthoff.

Aber: Den Zuschauern gefällt‘s und den Köchen macht es Spaß. „Klar ist das Arbeit. Aber wir kochen und machen damit das, was uns Spaß macht“, sagt Sterne-Koch Frank Buchholz, der eigentlich keiner mehr ist. Er hat den Stern zurückgegeben. „Wir machen das gerne. Und wenn wir dabei dann auch noch unser Geld verdienen können, ist das auch keine harte Arbeit.“

Beide Köche sind auch vom Fuestruper Hafen absolut begeistert. „Schauen Sie sich das doch mal, das ist doch absolut klasse, das ist hier wie Urlaub“, schwärmt Buchholz und Freitag stimmt zu. „Dieser Hafen hier hat uns von allen Häfen, in denen wir waren, am meisten beeindruckt.“

Tja, und dann wird es für die beiden Spitzenköche wieder Zeit. Denn die beiden Kameras brauchen ja auch ein bisschen Futter . . .



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