Di., 04.09.2018

Gimbte und Schmedehausen: Mehr Busse durch die Ortsteile Politik fordert Anbindung an ÖPNV

Die S50 fährt nicht mehr durch Schmedehausen, sondern über die Autobahn – sehr zum Leidwesen der Schmedehausener. Sie fordern eine Überarbeitung des Fahrplans. Auch in Gimbte könnte ein Umweg von wenigen Minuten die Situation deutlich verbessern.

Die S50 fährt nicht mehr durch Schmedehausen, sondern über die Autobahn – sehr zum Leidwesen der Schmedehausener. Sie fordern eine Überarbeitung des Fahrplans. Auch in Gimbte könnte ein Umweg von wenigen Minuten die Situation deutlich verbessern. Foto: Franziska Gähr

Gimbte/Schmedehausen - 

Im Ausschuss wurde nun über den Nahverkehrsplan des Kreises gesprochen. Dazu fiel Politikern aus Gimbte und Schmedehausen durchaus etwas ein: Theo Große-Woestmann (SPD) etwa beklagte, dass Gimbte eine ÖPNV-Diaspora sei, ähnliches nahm Johannes Hennigfeld (CDU) für Schmedehausen in Anspruch.

Von Oliver Hengst

Es sind Anregungen, nicht mehr, nicht weniger. Aber sie wurden mit Nachdruck vorgetragen. Ob das zu einer besseren Anbindung der Ortsteile Gimbte und Schmedehausen an den Nahverkehr führt – abwarten. Aber Politiker aus diesen beiden Ortsteilen wollten die Gelegenheit zumindest nicht verstreichen lassen, die sich ihnen im Bezirksausschuss für die Bauerschaften bot.

Dort wurde über den Nahverkehrsplan des Kreises gesprochen. Dazu fiel Politikern aus den beiden genannten Ortsteilen durchaus etwas ein: Theo Große-Woestmann (SPD) etwa beklagte, dass Gimbte eine ÖPNV-Diaspora sei, ähnliches nahm Johannes Hennigfeld (CDU) für Schmedehausen in Anspruch. Die S50, so Hennigfeld, solle wieder durch Schmedehausen fahren. Insofern sei der Wunsch der Stadt, den Wegfall der Haltestelle Pröbsting rückgängig zu machen, nachvollziehbar. „Wir möchten, dass der Schnellbus nicht über die Autobahn fährt, sondern dass er über Schmedehausen fährt.“ Über die L555 solle er dann zur Kreuzung Königsstraße fahren und von dort aus über den Schiffahrter Damm Richtung Münster. Die Haltestelle Wauligmann müsse daher nicht zu Gunsten Schmedehausens geopfert werden. Man wolle nicht die alte Linienführung, sondern die aktuelle, nur eben ohne die Fahrt über die Autobahn. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil der Bus oft ohnehin nicht über die A1 fahren dürfe – etwa wenn Rollstuhlfahrer oder Fahrgäste mit Kinderwagen an Bord seien. Auch aktuelle und kommende Baustellen auf der A1 sprächen dafür, den Bus über die Landstraße zu leiten. „Dann wären wir in Schmedehausen wieder angebunden, was wir bis 2016 über 20 Jahre waren. Aufgrund von drei, vier Minuten Zeitersparnis wurde der Bus dann über die Autobahn geschickt. Das können sie keinem Bürger klar machen.“ Das Werben für den ÖPNV werde damit konterkariert.

Auch in Gimbte geht es nur um wenige Minuten mehr Fahrzeit. Große-Woestmann wies darauf hin, dass es in Gimbte seit Jahren den Wunsch gebe, dass die R51 durchs Dorf fahre. „Das macht zwei, drei Minuten aus. Die Probleme könnten mit einem Schlag gelöst werden.“ Doch der Betreiber der Linie sei dazu nicht bereit. Auch Johannes Wilp (CDU) sprach sich für eine stündliche Anbindung von Gimbte aus. „Wenn wir das nur ansatzweise hinbekommen würden . . .“

Diese Anregungen wird die Stadt nun mit weiteren an den Kreis weitergeben. Für die gewünschte Verbindung von Gimbte nach Sprakel seien aber die Stadtwerke Münster Ansprechpartner, wie André Kintrup von der Stadtverwaltung betonte. „Wir haben ja dort schon oft den Aufschlag gemacht. Immer mit dem gleichen Ergebnis: dass die das nicht wollen. Aber wir können die Diskussion natürlich nochmal zum Anlass nehmen, in Münster vorzufühlen.“ Große-Woestmann dazu: „Das ist eine Kompetenzgeschichte, die ist ja nun auch schon ein paar Jahre alt.“ Daher sei es sinnvoller, sich auf die R51 zu konzentrieren.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6024159?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F