Do., 06.09.2018

Gesamtschule Greven: Sommerlager mit Lerneffekt Spaß und Sport statt Handy und Süßes

Auch mal über sich hinauswachsen: Im Zirkus-Workshop lernen die Schüler jeden Tag ein neues Kunststück.

Auch mal über sich hinauswachsen: Im Zirkus-Workshop lernen die Schüler jeden Tag ein neues Kunststück. Foto: Paula-Lina Taube

Greven - 

Sieben Tage ohne Handy, Fernseher, Computer und Süßigkeiten - für die Schüler der sechsten Klassen der Gesamtschule Greven ist das kein Problem. Auch dieses Jahr schlug das Sommerlager wieder seine Zelte am Westeroder See auf und setzte ein in NRW einzigartiges Projekt um.

Von Paula-Lina Taube

Unter dem Motto: „Wir bewegen Jugend - Jugend bewegt sich“ lernen die Kinder, wie wichtig die Kombination aus Sport, gesunder Ernährung und Entspannung für ein gesundes Leben ist. Betreut werden die 60 Kinder von 20 Schülern der elften Klassen der Gesamtschule, die wiederum durch Sportstudenten der Uni Münster angeleitet werden.

„Wir haben hier fast schon eine eins zu eins Betreuung, die eben auch für die Qualität der Organisation und des Programms sorgt“, sagt Jörg Klose, Lehrer an der Gesamtschule Greven und Initiator des Sommerlagers. Er hat ein Netzwerk an Partnern und Sponsoren aufgebaut, die das Projekt unterstützen. Sein Bruder Andreas Klose hat die Uni Münster mit ins Boot geholt und bietet ein Seminar an, in dessen Rahmen die Studierenden im Sommerlager die Ausbildung der Oberstufenschüler übernehmen. „Hier bekommen sie die praktische Erfahrung, die ihnen im Studium oft nicht geboten wird“ sagt der Sportdozent. Und genau das sei der Punkt um den es gehe: „Wir wollen hier nicht nur den Anstoß für ein gesundes Leben geben, sondern vor allem auch die soziale Kompetenz aller Gruppen fördern“, sagt Ingo Krimphoff, Schulleiter der Gesamtschule Greven.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Sport-Jugend des Kreissportverbandes Steinfurt, den Studenten und elften Klassen, die im Lager die Jugendgruppenleiterausbildung machen, wird das angebotene Programm geplant und umgesetzt. So bunt wie das große Zirkuszelt, gleich neben dem Lager ist auch das Angebot an Workshops. Ob Pyramidenbau mit Zirkusdirektor David Ebel (Circus Chabernaq), Kanu fahren, Reiten, Judo, oder Yoga, für jeden ist etwas dabei.

So ein Projekt will gut geplant werden: Bereits im Januar setzte sich das Team zusammen, Pfingsten wurde dann ein Wochenendseminar zur Vorbereitung der Studenten und Oberstufenschüler veranstaltet, es wurden Erste-Hilfe-Kurse und Rettungsschwimmerabzeichen gemacht.

Ein durchdachtes Rundumpaket, auch in puncto Verpflegung. Gekocht wird jeden Tag frisch vor Ort, mit saisonalem Obst und Gemüse von Bauern aus der Region. „Wir haben hier auch einen tollen Nachhaltigkeitsaspekt für Greven“, sagt Krimphoff. Die Kinder helfen dem ehrenamtlichen Küchenteam beim Vorbereiten und lernen so nebenbei, wie sie auch zu hause ausgewogen essen können.

Höhepunkt des Sommerlagers wird die große Zirkusshow am Samstag, zu der auch die Eltern eingeladen sind. Das Team blickt auch schon in die Zukunft: „Wir sind gespannt, wie es wird, wenn die Teilnehmer des ersten Sommerlagers dann als Jugendleiter mitmachen“ sagt Jörg Klose stolz.



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