Do., 06.09.2018

Kommentar Ohne Zahlen geht‘s nicht

Für jeden, der sich ein wenig mit der Situation an den Grevener Schulen beschäftigt, ist klar, dass dringend etwas passieren muss. Die große Frage ist nur was. Klar, es werden demnächst Plätze in den weiterführenden Schulen fehlen. Es werden vielleicht sogar Plätze an den Grundschulen fehlen. Und Status ist es schon sowieso, dass es deutlich an Hauptschulplätzen mangelt. Doch soll man jetzt aufs gerate wohl drauflosbauen?

Von Peter Beckmann

Nein, das macht keinen Sinn. Ohne belastbare Zahlen wäre das eine Lotterie, die verdammt teuer werden kann. Ja, es ist ärgerlich, dass die Verwaltung noch keine Zahlen vorlegen kann.

Doch: Jetzt nur der Verwaltung den schwarzen Peter zuzuschieben wäre zu billig. Auch die Politik hätte deutlich früher erkennen können, dass Handeln gefragt ist. Doch leider haben sich die Politiker in der Vergangenheit überwiegend zum Thema Sekundarschule gezofft und – nach deren Scheitern – vergessen, daraus Schlüsse zu ziehen. Denn irgendwo müssen die Grevener Hauptschüler unterrichtet werden.

Schuldzuweisungen bringen nichts. Politik und Verwaltung sollten mit Hochdruck an einer Lösung des Problems arbeiten – sobald die Zahlen vorliegen. Und das sollte schnell passieren.



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