Mi., 12.09.2018

Müll-Aktion Pokémon-Trainer räumen auf

Da kam was zusammen: Die Pokémon Go-Spieler aus Greven kennen sich in der Stadt aus und sammelten dort, wo es dringend nötig war.

Da kam was zusammen: Die Pokémon Go-Spieler aus Greven kennen sich in der Stadt aus und sammelten dort, wo es dringend nötig war. Foto: Franziska Gähr

Greven - 

Pokémon Go-Spieler haben ihre Augen nur auf dem Bildschirm und bekommen nichts von ihrer Umwelt mit? Falsch. Am vergangenen Wochenende trafen sich acht engagierte Pokémon Go-Spieler zum gemeinsamen Müllsammeln in Greven. Ein ganzer Anhänger voller Müll kam dabei zusammen.

Von Franziska Gähr

Die Pokémon Trainer kennen sich in ihrer Stadt gut aus. Beim Spielen müssen sie oft quer durch Greven laufen und kommen dabei an Sehenswürdigkeiten und Denkmälern vorbei. „Wir wollen Spielplätze und Orte, an denen wir häufig vorbei kommen, von Müll befreien“, sagt Dirk Eilers. „Dass an diesen Plätzen viel Müll herum liegt, ist uns während des Spielens aufgefallen.“

Eilers organisierte die Pokémon-Aufräum-Aktion. Unsere Redaktion hatte den leidenschaftlichen Pokémon-Trainer im Frühjahr bereits auf einer seiner Touren durch die Stadt begleitet. Damals erklärte Eilers, dass die Spieler sich häufig verabreden, um in den Arenen gemeinsam gegen starke Pokémon anzutreten. Die Community traf sich nun jedoch nicht zum Pokémon spielen. An diesem Sonntag zogen sie um zehn Uhr mit Müllsäcken und Greifzangen im Gepäck los.

„Wir starteten am Beach und dem angrenzenden Deich“, berichtet Dirk Eilers von der Aktion, „dort sammelten wir eine gute Stunde lang Müll.“ Erstaunlich, was die Acht am Ufer der Ems alles gefunden haben. Eilers schmunzelt: „Eine rotweiß gestreifte Barke war unser größter Fund an diesem Tag.“ Am Beach hätten sie noch viel mehr Zeit gebraucht, um den gesamten Müll inklusive Zigarettenkippen und Plastikschnipseln zu entfernen. „Wir entschlossen uns dann noch, den Spielplatz und den kleinen Park am Krankenhaus anzusteuern“, so Eilers. Und obwohl es sich dabei um eine vermeidlich kleine Fläche handelte, kam dort innerhalb einer Stunde fast genau so viel Müll zusammen, wie zuvor am Beach.

Damit war der Anhänger am Sonntagnachmittag voll. Den Müll entsorgte Eilers am Montag beim Bauhof. Sein Fazit für die Pokémon-Aufräum-Aktion: „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir geschafft haben und wir sind uns einig, dass diese Aktion nicht die letzte dieser Art sein wird.“



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