Großer Gottesdienst zur Jumelage
Zwei Kerzen für die Partnerschaft

Greven -

Musik, Musik, Musik. Die Jumelage und die Kirchen – das ist am Sonntagmorgen, beim großen ökumenischen Gottesdienst in St. Martinus vor allem eine außerordentlich beschwingte Angelegenheit.

Montag, 17.09.2018, 13:36 Uhr aktualisiert: 18.09.2018, 16:17 Uhr
Vertreter des Partnerschaftskomitees entzündeten mit Pfarrer Klaus Lunemann Kerzen – eine für Greven, eine für Montargis.
Vertreter des Partnerschaftskomitees entzündeten mit Pfarrer Klaus Lunemann Kerzen – eine für Greven, eine für Montargis. Foto: Stefan Bamberg

Cool schon der Auftakt, mit der Eurovisionshymne als Orgelvorspiel. Doch der offizielle Soundtrack, er ist damit natürlich längst noch nicht vollständig: „Damit aus Fremden Freunde werden“ – ein Gemeindelied, ein Motto für ein halbes Jahrhundert Jumelage: „50 Jahre, in denen wir alte Vorurteile über Bord geworfen haben“, bilanziert Martinus-Pfarrer Klaus Lunemann glücklich.

Wie das geklappt hat, darüber hat sich Lunemanns evangelischer Kollege Jörn Witthinrich Gedanken gemacht: „Es ist eine Partnerschaft, die nicht nur von Offiziellen gefördert wird.“ Sie lebe vielmehr von Bürgern beider Städte, von Schülern, Karnevalisten, Musikern, die sich füreinander interessieren: „Wer offen aufeinander zugeht, merkt, dass das Fremde nicht blöd ist.“

Die Unterschiede schätzen, aber gleichwohl Gemeinsamkeiten suchen – das sei überhaupt eine gute Idee in Zeiten von Rechtspopulismus und Abschottungspolitik: „Wir haben einen Auftrag für Europa“, appelliert Witthinrich. Zwei Vertreter des Partnerschaftskomitees entzünden Kerzen – die eine bleibt in Greven, die andere reist mit nach Montargis. Die Bergpredigt-Seligpreisungen erklingen en français – bilinguale Europa-Ökumene.

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