So., 14.10.2018

Dorf-Innen-Entwicklungskonzept vorgestellt Ideen sollen Gimbte voranbringen

Auch wenn das Konzept „Innen“ im Namen trägt, gilt es ausdrücklich für das ganze Dorf – auch die Außenbereiche und die Sportflächen.

Auch wenn das Konzept „Innen“ im Namen trägt, gilt es ausdrücklich für das ganze Dorf – auch die Außenbereiche und die Sportflächen. Foto: Gunnar A. Pier

Gimbte - 

105 Seiten voller Ideen, Engagement, Tatkraft. Gimbter Bürger, Stadtverwaltung und externe Berater haben zusammen das Dorf-Innen-Entwicklungskonzept (DIEK) erarbeitet. Nun liegt es in der Endfassung vor – als konzeptionelle Grundlage der zukünftigen Dorfentwicklung. Nicht mehr, nicht weniger.

Von Oliver Hengst

Aufgelistet sind darin zahlreiche Ideen und Projekte, die das Dorf voran bringen könnten. Dorfgemeinschaftshaus, Wanderwege, Kiosk, ÖPNV-Anbindung, Umgestaltung des Dorfplatzes, Gimbte-App, Bürgerverein. Und, und, und . . . – für knapp 20 Ideen gibt es bereits Paten, die sich nun an die konkrete Umsetzung machen wollen. Mindestens genau so viele Ideen stehen noch ohne Paten da, sind aber deshalb nicht weniger wertvoll. Im Übrigen können sich noch immer interessierte Bürger einbringen. Das wurde bei der Vorstellung im Planungsausschuss deutlich gemacht.

Theo Große Wöstmann (SPD) freut sich zwar grundsätzlich über die Ideenvielfalt, sieht aber auch die Gefahr, sich zu verzetteln, weshalb er eine Prioritätenliste vermisst. „Wir brauchen ein Dorfgemeinschaftshaus, altengerechtes Wohnen, einen Dorfladen“, zählte er die für ihn wichtigsten Projekte auf. Wenn man stattdessen die Konzentration auf andere Projekte (etwa einen Grillfleischautomaten) richte, komme man nicht voran. Und Große Wöstmann hat noch weitere Sorgen: dass der geplante Bürgerverein künftig Politik und Bezirksausschuss zu Nebenakteuren degradiert und dass wichtige Anträge blockiert werden, weil sie nicht mit dem DIEK in Einklang stünden.

Beigeordneter Cosimo Palomba dazu: „Man kann das eine tun und muss das andere nicht lassen.“ Wenn man aber Dinge unabgestimmt einstiele, vergebe man damit unter Umständen Fördermöglichkeiten.

Und die gibt es durchaus, wie Dr. Frank Bröckling von „Planinvent“ (das Büro begleitete den Prozess) verdeutlichte. „Wenn es gut läuft, wird das eine Never-Ending-Story“, sagte er. Das DIEK sei ein Instrument fürs Dorf, das man nun nutzen müsse, um einen Prozess in Gang zu setzen. Die Frage der Priorisierung von Projekten könnten nur die Gimbter selbst beantworten: „Der Ball liegt nach wie vor in Gimbte.“ In der Schlussfassung des Konzeptes habe man bewusst auf eine Prioritätenliste verzichtet, um niemandem die Motivation zu nehmen, der mit seinem Projekt vielleicht weiter gelandet wäre.



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