Viertklässler besuchen das Haus der Geschichte
Ortsgeschichte ganz anschaulich

Reckenfeld -

Frühere Generationen hatten noch das Unterrichtsfach „Heimatkunde“, welches heute so nicht mehr auf dem Stundenplan steht. Und dennoch, oder gerade deshalb: Wenn man ein kleines Museum im Ort hat, das die Geschichte des eigenen Ortes zeigt, dann sollte man sich dort auch einmal umschauen. Genau das machten nun klassenweise die Viertklässler der Erich-Kästner- Grundschule aus Reckenfeld.

Montag, 15.10.2018, 08:21 Uhr aktualisiert: 16.10.2018, 16:36 Uhr
Die Viertklässler ließen sich von Ferdi Mehl herumführen und erfuhren eine Menge über den Ersten Weltkrieg, der zum Bau des Munitionsdepots geführt hat, aus dem letztlich Reckenfeld hervorgegangen ist.
Die Viertklässler ließen sich von Ferdi Mehl herumführen und erfuhren eine Menge über den Ersten Weltkrieg, der zum Bau des Munitionsdepots geführt hat, aus dem letztlich Reckenfeld hervorgegangen ist. Foto: ros

Sie besuchten mit ihren Lehrern das Haus der Geschichte (HdG). Die letzte Gruppe waren die Schüler der 4c mit ihrer Lehrerin Mila Ben-Kohlfa.

Ferdinand Mehl, der maßgeblich am Wiederaufbau des alten Munitionsschuppens beteiligt war, wusste einiges zur Weltgeschichte von 1914 bis 1918 sowie zum Munitionsdepot und dem Umbau zum Museum zu erzählen. „Es wurde Lavagestein verwendet, damit die Raumtemperatur relativ gleichbleibt. Hier war damals Munition gelagert und man wollte nicht, dass die durch stark wechselnde Temperaturen feucht wird“, erzählte Ferdinand Mehl und zeigte auf die Wand, wo das Gestein und die Luftschlitze gut zu sehen sind.

Er erzählte auch, dass der Krieg eine furchtbare Sache war und ist: „Am besten vertragt ihr euch alle miteinander, dann gibt es auch keinen Streit“, war er bemüht, das Thema Krieg verständlich zu vermitteln.

Die Kinder waren interessiert an den ausgestellten Exponaten, aber auch an den Fotos aus den „Blöcken“, die die Straßen damals und heute zeigen. „Hier in der Industriestraße wohne ich“, sagte ein Mädchen, „aber das sieht heute hier anders aus“. „Viele Kinder wussten nicht, dass die Skulptur an der Ecke Moorweg/Grevener Landstraße den Grundriss des Ortes mit den Blöcken A bis D darstellt. Ich wusste das auch nicht und hielt es für moderne Kunst“, so die begleitende Lehrerin, die es ebenso wie ihre Kollegen wichtig findet, dass die Kinder Geschichte aus dem Ort hier im HdG gut erfahren können. Sie forderte die Kinder auf, doch einmal mit ihren Familien ins HdG zu kommen.

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