Trommelworkshop an der Gesamtschule Greven
„Mit Morphius hat es richtig Spaß gemacht“

Greven -

2013 war Professor Morphius Eurapson-Quaye aus Winneba / Ghana das erste Mal an der Gesamtschule, um Sechstklässler mit dem Trommeln vertraut zu machen. Jetzt stattete er der Gesamtschule wieder einen interessanten Besuch ab.

Sonntag, 14.10.2018, 23:20 Uhr aktualisiert: 14.10.2018, 23:30 Uhr
Morphius Eurapson-Quaye aus Ghana nahm die Kinder mit auf eine musikalische Reise nach Afrika.
Morphius Eurapson-Quaye aus Ghana nahm die Kinder mit auf eine musikalische Reise nach Afrika.

Nicht zum ersten Mal war er da, der nunmehr 70-jährige Professor Morphius Eurapson-Quaye aus Winneba / Ghana. Dort lehrte er an der Universität „Westafrikanische Musik“ und gründete in privater Initiative das „Center for Talent Expression“. Es ist ein Ausbildungszentrum für junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keine Schule besuchen können, oder ohne Ausbildung sind. In Ghana kostet, wie in vielen afrikanischen Ländern, die Ausbildung von der Grundschule bis zur Universität Geld.

Junge Männer und Frauen haben in dem Zentrum die Möglichkeit, durch den vorrangig praktisch orientierten und auf Englisch abgehaltenen Unterricht unterschiedliche Ausbildungsabschlüsse zu erwerben. Voraussetzung dafür ist sicherlich das kontinuierliche Erlernen der Fremdsprache.

Im Gespräch verwies Eurapson-Quaye auf ein breit gefächertes Angebot für unterschiedliche Ausbildungen. So nannte er den Beruf des Friseurs, des Kochs, des Schneiders, IT-Berufe oder auf Bereiche in der Landwirtschaft. Die jungen Menschen erhalten die Chance, eine Lebensperspektive entwickeln zu können.

2013 war Morphius, so wie ihn die Schüler nennen dürfen, das erste Mal an der Gesamtschule, um Sechstklässler mit dem Trommeln vertraut zu machen. Eingeladen hat ihn die Musiklehrerin Claudia Sandhop, die zugleich Gründungsmitglied des Vereins „Friends of Africa“ ist.

Und mit nach Afrika nahm der Professor die Kinder auch dieses Mal. Die Beats konnte er spielend vermitteln und immer wieder verwies er auf sein Herz. Beim Trommeln dem Gefühl Raum zu geben und den Verstand etwas hinter sich zu lassen, das war seine Botschaft im Unterricht mit den Kindern.

Die Schüler waren hoch motiviert und diszipliniert, und ließen sich mitnehmen von der Faszination der afrikanischen Musik. „Das Trommeln war cool“, sagt Nastja. „Morphius ist lustig und es hat richtig Spaß gemacht. Den Beat kann ich noch auswendig.“

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