KI
Anfangs gab es auch Kinderbetreuung

Greven -

Die Buchstaben KI stehen für die „Kulturinitiative“. Dieser Verein wurde im Jahre 1987 von jungen Familien gegründet, um in Greven neben den klassischen Aula-Konzerten und den Brauchtumsveranstaltungen einiger Vereine ein ganzjähriges alternatives Kulturangebot anzubieten.

Samstag, 20.10.2018, 07:56 Uhr
Hochkaräter in Greven – die KI macht es möglich. Hier Richard Rogler.
Hochkaräter in Greven – die KI macht es möglich. Hier Richard Rogler. Foto: Wilfried Gerharz

Dieses Angebot sollte eine Mischung aus Jazz, Kabarett, Kleinkunst und Lesungen enthalten, den Künstlerinnen und Künstlern aus der eigenen Region sollte dabei möglichst der Vorzug gegeben werden.

Der Veranstaltungsraum wurde zunächst entsprechend dem geplanten Inhalt der Veranstaltung gewählt. Mal war es, wie bei der ersten Veranstaltung, der Saal im Kolpinghaus, mal das Kellerlokal „River Kwai“, mal die Tenne des Bauern Bernhard Hellmann in Maestrup. Im Jahre 1990 wurde die Halle von Ernst Vennemann an der Emsdettener Straße das Domizil für die Veranstaltungen und blieb es für fünf Jahre. Im Jahre 1996 wurde die GBS, die Grevener Baumwollspinnerei, Heimstätte der Veranstaltungen.

Damit auch junge Familien problemlos teilnehmen konnten, wurde in den ersten Jahren des Bestehens der KI jungen Familien neben der Veranstaltung auch eine Kinderbetreuung angeboten.

Der Kulturbetrieb begann mit der Gründung eines Vereins, der eine fünfseitige Satzung bekam, vorbereitet vom Rechtsanwalt Günther Doebel, unterschrieben von acht Personen.

Den dritten Veranstaltungs-Abend des jungen Vereins im Grevener „River Kwai“ gestaltete ein damals fast noch völlig unbekannter münsterischer Kabarettist namens Volker Pispers, ein ganzes Dutzend Zuhörer erfreute sich daran. Es war ein Glücksfall für die damaligen Zuhörerinnen und Zuhörer, denn heute ist Volker Pispers weithin als Kabarettist geschätzt.

Die Position des/der Vorsitzenden der KI wechselte zunächst jährlich. Es begann mit Gabriele Braun-Munzinger im Jahre 1987, ihr folgte Annegret Welling-Post im Jahre 1988. Dieser jährliche Rhythmus wurde bis zum Jahre 2006 beibehalten, bis Egon Koling im Jahre 2007 den Vorsitz übernahm, übrigens bis heute. Er und sein Vorstands-Team sind klug in der Auswahl der Angebote, erfolgreich mit guten Jahresveranstaltungen und einem soliden Finanzplan. Ein Glücksfall für die KI und für Greven.

Bekannte Namen der KI-Veranstaltungen waren außer Volker Pispers sodann, in Auswahl genannt, Storno, die Bullemänner, Jürgen Becker, Hannes Wader, Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann, Stefan Sulke, Werner Lämmerhirt, Bettina Wegner, die polnische Formation Smetana, Lars Danielsson und Cecilia Norby, Axel Siefer, Dr. Martin Dziersk.

Unbedingt sind hier auch die Klassik-Open-Air-Konzerte der KI zu nennen, die seit 2007 jährlich im Rahmen von „Greven an die Ems“ vor vielen hundert Zuhörerinnen und Zuhörern stattfinden. „Hochkarätige Orchester, facettenreiche Programme und die besondere Atmosphäre der Emsaue – diese Zutaten machen das Klassik-Open-Air zum Ereignis“, heißt es zu Recht im Programm der diesjährigen Beach-Saison.

Und das muss auch gesagt werden: Wir Grevener müssen uns bedanken bei den Banken und den vielen kleinen und großen Unternehmen, die durch ihre Spenden eine solche Vielfalt an kulturellen Ereignissen in unserer Stadt fördern.

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