Polizei zieht das Spielzeug eines 20-jährigen Fahrers ein
Dröhnender BMW war viel zu flach

Greven -

Tiefer gelegt und viel zu laut: Die Polizei hat jetzt einen BMW angehalten und stillgelegt. Ein Sachverständiger muss den Wagen jetzt untersuchen.

Donnerstag, 25.10.2018, 15:32 Uhr
 
  Foto: Z5328 Jens Wolf

Am Nachmittag des vergangenen Freitags ist einer Polizeistreife des Verkehrsdienstes auf der Nordwalder Straße ein BMW durch seine enorme Geräuschentwicklung aufgefallen. Eine Überprüfung verstärkte den Verdacht, dass an der Schalldämpferanlage und auch am Fahrwerk Manipulationen vorgenommen worden waren.

Die Beamten ordneten daher die Sicherstellung des Pkw zwecks Begutachtung durch einen Sachverständigen an. Auch die Beteuerung des 20-jährigen Fahrers, dass der Pkw erst kürzlich nach einem illegalen Kraftfahrzeugrennen von der Polizei überprüft und alles für in Ordnung befunden worden sei, konnte die Begutachtung nicht verhindern.

Das Ergebnis des Gutachters ergab, dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs wesentlich beeinträchtigt war. Der BMW war mit einer „Tieferlegung“ in Form eines Gewindefahrwerks versehen. Die Bodenfreiheit war zu gering. Ein Reifen schliff an den Fahrzeugbauteilen. Er wies Schnittbeschädigungen auf und war innen stark abgefahren. Auch die Abgasanlage des Fahrzeugs war verändert worden. Zudem waren die Schaltung der Beleuchtung und die Abschlussscheiben der Nebelscheinwerfer verändert worden. Somit waren mehrere Veränderungen vorgenommen worden, die zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führten.

Gegen den 20-Jährigen wurde eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige vorgelegt. Auf ihn kommen nun neben dem Bußgeld weitere erhebliche Kosten zu. Die Gutachter- und Abschleppkosten werden sich erfahrungsgemäß auf eine hohe dreistellige Summe belaufen. Bevor das Auto wieder in Betrieb genommen werden kann, muss eine Komplettabnahme durch einen Sachverständigen erfolgen.

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