Ärger über Hundehaufen
„Hier geht man mit Gummistiefeln hin“

Greven -

Immer wieder Ärger über Hundehaufen. Der Grevener Angler Ludger Hagedorn ist sauer, weil um den Südsee herum Hundehalter ihre Tiere frei machen lassen.

Freitag, 26.10.2018, 11:58 Uhr
Ludger Hagedorn angelt gerne am Südsee – und ihn ärgern die Hundehalter, die ihre Tiere frei laufen und ungehindert „machen“ lassen.Ludger Hagedorn am Südsee.  
Ludger Hagedorn angelt gerne am Südsee – und ihn ärgern die Hundehalter, die ihre Tiere frei laufen und ungehindert „machen“ lassen.Ludger Hagedorn am Südsee.   Foto: Günter Benning

Ludger Hagedorn steht an der Böschung des Regenrückhaltebeckens Süd in der Wöste. Die Angler nennen es „Südsee“. Das Gras ist gemäht, die Hundehaufen sind vermutlich in alle Winde diffundiert. Wenn er mit seinen Enkelkindern hier spazieren geht, dann stören ihn immer wieder Hundehalter, die ihre Tiere frei laufen – und „machen“ lassen: „Hier geht man nur mit Gummistiefeln.“

Der Grund des Treffens: Ein Handyfoto, das Hagedorn in seiner Hauseinfahrt, ein paar Straßen weiter, gemacht hat. Ein Hundehaufen, so groß wie Pferdeäpfel, so eklig, dass man ihn nicht zeigen kann in einer Zeitung, die zum Frühstück gelesen wird. Der Rentner hat ihn am Montag fotografiert. Und er ärgert sich nicht zum ersten Mal über Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner den Nachbarn hinterlassen. Nicht nur vor seiner Haustür.

„Besonders schlimm ist es am Südsee“, sagte er. Das Regenrückhaltebecken hat der Angelverein ASV Greven gepachtet. Gerade bei Jugendlichen ist es beliebt, einmal im Jahr ist hier Forellenangeln. „Aber überall liegt hier Hundedreck“,sagt Hagedorn.

Ein kleiner Fußweg führt um den See, vom Damm aus kann man hinübersehen ins neue Wohngebiet, wo an allen Ecken und Kanten gearbeitet wird. Für Hundehalter ist das ein Katzensprung. Eben mal rüber zum See, den Hund laufen lassen, fertig.

Dabei gilt auch hier Anleinpflicht, heißt es auf Nachfrage im Ordnungsamt. Und in jedem Fall müssen Hundehalter den Kot eintüten und mitnehmen.

„Neulich“, sagt Hagedorn, „habe ich einen Mann mit Hund gesehen, der den Haufen einsammelte.“ Er lobte ihn dafür, der Mann machte seine Runde und als Hagedorn ihn dann fragte, was er mit der Tüte gemacht habe, antwortete er: „In die Büsche geworfen.“

Bisher gebe es gelegentlich Klagen über Hundehaufen in der Wöste, aber nicht zum Regenrückhaltebecken, heißt es im Ordnungsamt. Möglicherweise, weil das Sache des Angelvereins wäre, der dort für Sauberkeit sorgt. Und sich bisher offiziell nicht beklagt hat. „Aber ich werde das bei der nächsten Jahresversammlung ansprechen“, sagt Hagedorn. Vielleicht müsse man einen Ordnungsdienst einsetzen. Eher unwahrscheinlich ist die Lösung, wie sie der ASV beim Fiege-See und Luhns-See angewandt hat. Da sind die Gewässer eingezäunt. Ungebetene Gäste müssen draußen bleiben.

Was Hundehaufen angeht, gebe es gibt immer wieder Klagen aus dem gesamten Stadtgebiet, heißt es im Ordnungsamt: „Man kann aber nicht sagen, dass wir in Greven ein besonders großes Problem mit Verschmutzungen durch Hundekot haben.“

Teilweise erweisen sich bei Kontrollen die Klagen als übertrieben. Es komme aber auch vor, dass es Probleme gibt durch Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihres Hundes grundsätzlich nicht wegräumen und immer wieder die gleichen Stellen aufsuchen

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