5. Meisterschaft am Knobelbecher
Schocken ohne Videobeweis

Greven -

Schocken, hat nichts mit Gruseln zu tun. Diese Männer würfeln um den 5. Grevener Stadtpokal.

Montag, 29.10.2018, 10:07 Uhr aktualisiert: 31.10.2018, 16:18 Uhr
Schocken verlangt nach Sitzfleisch und einer entschlossenen Handbewegung, um die Würfel zu platzieren.
Schocken verlangt nach Sitzfleisch und einer entschlossenen Handbewegung, um die Würfel zu platzieren. Foto: Pia Naendorf

Alea iacta est – der Würfel ist gefallen. Und das ganz schön oft. Denn genau darum ging es beim „Schocken“ am Samstagabend für rund 20 Grevener. Sie haben gemeinsam geknobelt, gespielt und vor allem Spaß gehabt. Der stand nämlich im Vordergrund bei der 5. Grevener Schock-Meisterschaft.

Am Anfang wurden nochmal kurz die gemeinsamen Regeln erläutert und auch schon auf die kleinen Macken vom letzten Mal angespielt. Und da sich alle Teilnehmer kennen, ist auch immer klar, von wem gesprochen wird: „Und dieses Mal, keine Verzögerungen und Zeitschinderei.“ Auf diese Ansage drehen sich alle grinsend um. Bis auf einen, der kann nur noch lachend die Arme heben.

Und dann würfeln sich alle ein. Sind das denn auch die richtigen Würfel? „Ich will noch tauschen“, beschwert sich einer. Doch irgendwann haben alle die Glücks-Würfel, und es kann losgehen.

Die ersten paar Bier sind geleert, die Stimmung ist gut und die Tischrunden sind bester Laune.

Organisiert vom Verein Fortuna Greven gab es vier Tische voller Spieler, wo es hoch herging.

„In den letzten Jahren war die Bilanz besser, und wir hatten mehr Teilnehmer“, meint einer der Organisatoren, Marcus Hester. Aber davon lasse man sich nicht unterkriegen. „Wir werden trotzdem einen super Abend haben!“

Und so war es auch. Die Teilnehmer, die dort waren, hatten ihren Spaß. Da wurde viel gewürfelt. Die Becher wirbelten nur so durch die Luft, die Würfel knallten auf den Tisch, und Punkte wurden notiert. Dabei wurde reichlich Bier getrunken, über so einiges gelacht und viel Unsinn erzählt.

„Ooh, nicht schon wieder!“ – „Jetzt hast du es uns aber gezeigt!“ – „Den hättest du dir für das Finale aufheben sollen!“ – so und so ähnlich hieß es aus vielen Ecken im „Goldenen Stern“. Und manchmal wurde nach dem Schiedsrichter geschrien. Oder auch nach dem Videobeweis verlangt. Den brauchte es aber zum Glück nie: „Dann würfeln wir einfach nochmal.“

Schocken ist ein beliebtes Kneipenspiel, das in ganz Westfalen bekannt ist. Eine Mischung aus Glück und Strategie. „Glück, klar. Man würfelt schließlich. Wie die Würfel fallen ist Zufall. Aber es gibt auch eine Taktik: steigt man aus oder würfelt man weiter“, so erklären die eingefleischten und begeisterten Spieler.

Doch am Ende fielen die Würfel. Nach vier Runden zu je vier Spielen in vier verschiedenen Tischbesetzungen und vier Stunden. Und zwar zugunsten von Klaus Husken, der mit genau der richtigen Mischung aus Glück und eiskalter Strategie den ersten Platz „erknobelte“.

Auf den zweiten und dritten Platz würfeln und taktieren sich Andreas Theising und Winfried Andrees. Die nehmen stolz ihre Pokale und Geldgewinne entgegen und läuten dann die letzte Runde ein. Alea iacta est – aber natürlich sind die Termine für die nächsten Schock-Runden direkt mitvereinbart worden.

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