Geflügelzuchtschau auf dem Kinderbauernhof
Zwei Brüder haben die besten Hühner

Greven -

Auf dem Kinderbauernhof Wigger an der Maestruper Brook herrschte der reinste Hühnerstall. Am Wochenende konnten interessierte Besucher die besten Hühner und Tauben Grevens bei der Geflügelzuchtschau bewundern.

Dienstag, 30.10.2018, 06:18 Uhr aktualisiert: 30.10.2018, 06:30 Uhr
Paul Austrup mit Orpington Hühnern
Paul Austrup mit Orpington Hühnern Foto: Paula-Lina Taube

Fast 100 Tiere von acht Ausstellern wurden präsentiert und von den fachkundigen Preisrichtern bewertet. Vom typischen Bilderbuch-Huhn, den New Hempshire, bis zu ausgefallenen, wie den Zwerg-Paduanern – eine Rasse, die aussieht, als hätte sie eine große Mütze aus Federn auf – waren 15 verschiedene Hühnerrassen vertreten. Auch Tauben- Liebhaber kamen nicht zu kurz. Schneeweiße Lockentauben, zierliche Lachtauben und einige weitere Rassen gurrten in den Käfigen.

Das Interesse und die rege Teilnahme freut den Veranstalter. „Hühnerhalten erlebt eine Renaissance. Viele wollen ihre eigenen Eier von ihren Hühnern, die dann auch bestimmt Bio sind, von glücklichen Hühnern“, sagt Dietmar Hohenhorst, erster Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Greven 02.

„Ja, das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung steigt, und das merken wir auch in den Vereinen“, bestätigt Dr. Ralf Korte, Kreisverbandsvorsitzender.

Der Grevener Verein sei zwar klein von den Mitgliedern, etwa 25 Aktive, dafür aber groß von der Aktivität, lobt Korte. „Es gibt viele Gründe, Danke zu sagen, denn was hier aus dem Boden gestampft wurde, ist beeindruckend“, sagt Hohenhorst in einer kleinen Rede, vor der Preisverleihung. Ganz besonders froh ist der Veranstalter über die Zusammenarbeit mit Ludger und Marlies Wigger, die kurzfristig die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben.

Der Senior des Vereins, Franz Schründer, der mit 39 Hühnern teilnahm, wird mit seinen sehr seltenen Zwerg-Augsburgern Meister und erhält für seine Zwerg-Rheinländer den Landesverbandsehrenpreis. Besonders stolz ist der Veranstalter auf die Leistung der Jugend. Der Jugendlandesehrenpreis ging an den elfjährigen Jan Austrup mit seinen Zwerg-Seidenhühnern in weiß. Die gut 700 Jahre alte Rasse hat ein flauschiges Gefieder, das an Kaninchenfell erinnert. „Sie sind sehr hübsch und auch ruhig“, erklärt der stolze Besitzer. Sein vier Jahre älterer Bruder, Paul Austrup, gewinnt den Jugendkreisverbandsehrenpreis mit seinen Orpington Hühnern. Das sind große schwere, braun-porzellanfarbige Hühner mit dickem Gefieder. „Das machen wir seit vier Jahren als Hobby, weil unsere Familie und Freunde auch Hühner haben, und dann wollten wir das auch machen“, sagt Paul Austrup. Der Preis für hervorragenden Umgang mit den Tieren ging an die jüngsten Aussteller Johanna und Franziska Hegemann, die mit gleich fünf verschiedenen Hühnerrassen da waren. Denn eins ist dem Veranstalter, der sich selbst als „Hühnermensch“ bezeichnet, wichtig: „In erster Linie geht es immer um das Wohl der Tiere.“

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