50 Jahre RBO: Jubiläumskonzert im Ballenlager
Für alle Generationen

Reckenfeld -

Blasmusiker mit neuem Dirigat. Im Ballenlager gaben die Reckenfelder Bläser ein tolles Konzert.

Dienstag, 13.11.2018, 08:56 Uhr aktualisiert: 13.11.2018, 16:18 Uhr
Die Musiker des Reckenfelder Blasorchesters bescherten den Besuchern im voll besetzten Ballenlager ein eindrucksvolles Konzert-Erlebnis.
Die Musiker des Reckenfelder Blasorchesters bescherten den Besuchern im voll besetzten Ballenlager ein eindrucksvolles Konzert-Erlebnis. Foto: ros

Verena Brockmann erhebt den Taktstock. Die „Olympic fanfare and theme“ ertönt kraftvoll, stimmt ein auf das große Jubiläumskonzert des Reckenfelder Blasorchesters im Grevener Ballenlager. Schon bei diesem ersten Musikstück zeigt sich: Die Gäste dürfen an diesem Abend Höchstleistungen von den 52 Musikern erwarten. Gäbe es hier ein olympisches Treppchen, die RBO-Musiker ständen ganz oben. Das beweist auch der lang anhaltende Applaus am Ende des Konzerts. Das Orchester darf erst nach zwei Zugaben die Instrumente beiseite legen.

Nach dem ersten Dirigat übergibt die langjährige Dirigentin Verena Brockmann den Taktstock an den neuen Dirigenten Georg Stührmann. Im Übrigen der Erste, der nicht aus der Musikerfamilie Kreimer stammt. Verenas Großvater Ferdi gründete einst das Orchester. Später übernahm Sohn Reinhard, dem für 50 Jahre als Musiker und Dirigent gedankt wurde, den Taktstock. Danach war Tochter Verena an der Reihe. Die übergibt den Taktstock gerne: „Das Stöckchen ist ganz leicht und leicht zu übergeben. Die Suche vorher war schwerer. Wir haben Georg aus fünf Bewerbern ausgewählt. Ich freue mich darauf, wieder mehr Klarinette spielen zu können.“

Im Orchester sitzen mehrere Musiker mit Kreimer-Wurzeln, so auch Marcel, der als erster Vorsitzender die Besucher und Ehrengäste begrüßt, sich bei allen Helfern vor und hinter den Kulissen, den Sponsoren und bei Moderatorin Annika Stöcker bedankt und den neuen Dirigenten in der RBO-Familie herzlich willkommen heißt.

Voll konzentriert und mit einer tollen Darbietung beweisen die RBO-Kids, dass sie im Laufe des Jahres viel gelernt haben und so gar nicht wie „Anfänger“ rüberkommen.

„Ross Roy“ von Jacob de Haan ist ein Stück voller Metaphern, voller unterschiedlicher Stimmungen – der neue Dirigent zeigt damit seinen Stil. Dieses und weitere Orchesterstücke, wie „Vita pro Musica“ von Thiemo Kraas (Dirigentenlehrer von Stührmann) erarbeitete er in den letzten Monaten mit dem Orchester. „Ein festliches Werk für einen festlichen Anlass wie diesen“, sagt die Moderatorin. Venena Brockmann legte 1997 ihre Dirigentenprüfung mit „La Storia“ (Jacob de Haan) ab und nimmt wieder den Dirigentenstab in die Hand, als dieses Stück an der Reihe ist. Ihre Musiker folgen ihrem Dirigat mal leise, mal kraftvoll, bevor ihr Nachfolger ein „Dankeschön an Bert ­Kaempfert“ mit vielen bekannten Melodien dirigiert. Vor den Zugaben folgen Coldplay-Hits: „Clocks“, „Lost“ und „Viva la Vida“.

Ein rundum gelungenes Jubiläumskonzert bei dem für jeden Geschmack und alle Generationen etwas dabei ist. Schade, dass aufgrund der Bühnenhöhe nur die Musiker in der ersten Reihe zu sehen sind. Zum Glück gleicht das die Videotechnik von Andreas Krumbeck und die Beleuchtung und Technik von Matthias Grohe aus, so dass alle Musiker auf der großen Leinwand zu sehen sind.

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