Heimatverein präsentiert Grevens Historie im Getrudenstift
Greven – damals und heute

Greven -

„Senioren sind Teil einer Geschichte“. Mit diesen Worten leitete Peter-Josef Oechsner am Montag die Einführungsveranstaltung der Themenwoche „Eine Woche voller Erinnerungen – Greven damals und heute“ ein.

Mittwoch, 14.11.2018, 07:28 Uhr aktualisiert: 14.11.2018, 16:17 Uhr
Von links nach rechts: Herbert Bertram, Herbert Runde, Maike Gözze und Peter-Josef Oechsner.
Von links nach rechts: Herbert Bertram, Herbert Runde, Maike Gözze und Peter-Josef Oechsner. Foto: Simon Döbberthin

Im Foyer des St. Gertrudenstifts fanden sich die Senioren des Hauses zusammen, um alte Erinnerungen zu wecken. In die Wege geleitet wurde das Programm von Maike Gözze, Leitung sozialer Dienst des St. Gertrudenstiftes, mit Hilfe des Heimatvereinsvorsitzenden Herbert Runde und des zweiten Vorsitzenden Ferdinand Mehl.

Mit Modellen der historischen Bauwerke Grevens von Antonius Wensing und Herbert Bertram wurde den Senioren ein Bild „wie zu Jugendzeiten“ geboten. Die Marktstraße mit dem Gebäude Halstrup etwa, oder das Haus Jansen, in dem heute die Parfümerie „Pieper‘“ ihren Platz hat. „In den 80er Jahren wurden viele Gebäude abgerissen“, so Herbert Runde, Vorsitzender des Heimatvereins.

Daher bleibt das Bild der Straße heute nur noch eine Erinnerung in den Köpfen vieler Gertrudenstift-Bewohner. Peter-Josef Oechsner erkennt diese „große Summe an Erinnerungen“ und möchte die Senioren zum Gespräch anregen. Viele haben sicherlich noch die weit verbreitete Textilindustrie vor Augen, die unter anderem zu einem rasanten Wachstum Grevens geführt hatte. Schließlich konnte sich Greven seit 1950 mit dem Stadttitel schmücken.

Heute gibt es über 37 000 Einwohner und Greven gehört mit 140 Quadratkilometern flächenmäßig zu den größten Städten NRWs, so Peter-Josef Oechsner.

Greven macht schon immer einen vielseitigen Wandel durch. Auch wenn die Stadt aufgrund guter Verkehrslage und Bildungsmöglichkeiten immer weiter wächst, verzeichnet sie bei den Kirchengängern eine drastische Negativentwicklung.

Was heute zur Normalität gehört, war früher fast undenkbar. Einst sei es für 90 Prozent der Bevölkerung üblich gewesen die Kirche zu besuchen, erklärt der Küster. Heute belaufe sich dieser Anteil nur noch auf etwa 5 Prozent. Unterschiede in Tugend und Alltag, wie diese, regen zum Austausch an. Daher wird in dieser Woche bis einschließlich Freitag für nostalgisches Programm gesorgt. Am Dienstag gab es eine Filmvorstellung mit dem Namen: „Gemeinsam durch die Stadt Greven“. Heute findet dann ein „Marktgang“ statt, bei dem die Senioren das heutige Greven genauer besichtigen werden.

Am Donnerstag zeigt Herbert Runde eine Diashow mit Fotos von heute und früher im Vergleich. Freitag kommen die Senioren schließlich zu Wort.

Es wird im Gruppengespräch in Erinnerungen gewühlt. Damit die Erinnerungsfähigkeit auch in Zukunft rund läuft, beschenkt der Heimatverein die Senioren mit Memory-Spielen. Auf den Karten sind Fotos von alten Gebäuden im gesamten Kreis Steinfurt zu erkennen. Künftig sind weitere Veranstaltungen des St. Gertrudenstifts und des Heimatvereins geplant.

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