Schumacher Packaging plant nach der Erweiterung gleich die nächsten Hallen
Nicht von Pappe

Greven -

An guten Tagen werden bei Schumacher Packaging im Grevener Airportpark 700 000 Quadratmeter Wellpappe produziert. Die nächste Erweiterung ist deshalb schon absehbar.

Mittwoch, 14.11.2018, 15:26 Uhr aktualisiert: 14.11.2018, 15:30 Uhr
Dieses aktuelle Luftbild zeigt Schumacher Packaging nach der ersten Erweiterung. Das hintere Grundstück bis zur Baumreihe und ein ebenso großes auf der rechten Seite bis zur Straße werden angekauft. Hier sollen weitere Hallen in den nächsten Jahren angebaut werden.
Dieses aktuelle Luftbild zeigt Schumacher Packaging nach der ersten Erweiterung. Das hintere Grundstück bis zur Baumreihe und ein ebenso großes auf der rechten Seite bis zur Straße werden angekauft. Hier sollen weitere Hallen in den nächsten Jahren angebaut werden. Foto: Schuhmacher

Haben Sie Probleme, sich große Zahlen vorzustellen? Stellen Sie sich einfach mal einen Fußballplatz vor, der mit einer Tapete aus Wellpappe ausgelegt ist. Legen Sie dann diesen Platz 13 Mal nebeneinander. Klar? Jetzt nehmen Sie diese 13 Fußballfelder und kleben 13 von ihnen zusammen. An guten Tagen wird bei Schumacher Packaging im Grevener Airportpark soviel Wellpappe produziert. 700 000 Quadratmeter. „Aber wir haben immer noch ein paar Stunden Reserve an der Maschine“, sagt Werksleiter Uwe Kihm.

Kihm (58) ist Franke. Ein Schumacher-Gewächs, angefangen als kaufmännischer Azubi, seit über 40 Jahren in dem Wellpappen-Imperium, das die ostpreußische Flüchtlingsfamilie Schumacher nach dem Krieg in Ebersdorf gegründet hat. „Meine Schwester ist die rechte Hand von Schumacher-Geschäftsführer Björn Schumacher.“ Seine Frau arbeitet im Schumacher-Werk Bielefeld. Familie spielt hier eine große Rolle.

Die Wellpappen-Experten aus Greven

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  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning
  • Besuch bei Schuhmacher Packaging im Grevener Airport Park.

    Foto: Günter Benning

Kihm hat das Werk im Airportpark aufgebaut. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Vor kurzem ist der zweite Bauabschnitt in Betrieb gegangen. Gestartet war die Wellpappenfabrik mit 21 000 Qua­dratmetern. Jetzt sind es 34 000. Um beim Sportlichen zu bleiben: So viel wie acht Fußballfelder.

„Im Endausbau werden wir 80 000 Quadratmeter haben“, sagt Schumacher. Und dahinter steckt keine Utopie, sondern eine Politik der großen Schritte. Zwei jeweils 30 000 Quadratmeter große Grundstücke rund um das Werk befinden sich im Kauf. „Das ist alles noch nicht in Beton gemeißelt“, sagt Kihm, „aber absehbar.“

Absehbar ist damit auch ein weiteres Wachstum der Schumacher-Familie. Bisher sind 190 Mitarbeiter beschäftigt, geplant sind bis zu 400. „Wir haben hier Söhne, Schwiegerväter, Cousinen“, grinst Kihm. Und man merkt, wie ihm das gefällt. Familiensinn hält den Laden zusammen: „Wenn es nicht zu viel wird.“

Von Kihms kleiner Verwaltung sind es ein paar Meter bis in die Produktionshallen. Tonnenschwere Papierrollen türmen sich bis zur Decke. Gabelstapler jagen durch die Gänge, um fertige Kartons zu verschieben. Große blaue Lieferbänder ziehen sich durch die Halle, auf denen Kartonnagen ins Hochregallager verfrachtet werden. Hier trifft man keinen Menschen, alles läuft vollautomatisch ab. Die Menschen arbeiten an der Maschinenstraße, die sich durch die ganze Halle zieht. Hier wird aus verschiedenen Papierlagen Wellpappe gepresst. In allen Größen, in allen Auflagen. „Wir können auch 100er-Serien drucken“, sagt Uwe Kihm – wenn der Kunde es braucht.

In Greven werden die Kartonagen noch im Flexodruckverfahren bedruckt, ab dem zweiten Halbjahr 2019 aber auch im Digitaldruck. An Druckern werden die Kartonagen mit Aufdrucken versehen, vierfarbig und auch noch sauber, wenn es um die geriffelte Seite der Pappe geht. Doppelte Welle, offene Welle, alles ist hier aus Pappe.

Der künftige Digitaldrucker, sagt Kihm, dem als ehemaligen IT-Leiter der Sinn für Zahlen gegeben ist, „spuckt 53 Milliarden Tropfen Farbe aus. Pro Sekunde.“

Seit dem Start 2014 hat sich die Produktion in Greven verdoppelt, 45 Millionen Umsatz wird dieses Jahr erwartet. Bewerbungen für freie Stellen, sagt der Werksleiter, gebe es genug. Was wohl am familiären Ruf liege. Ein Produktionsleiter kommt aus dem Ibbenbürener Bergwerk, ein Schichtführer aus der Textilindustrie. Ausgebildet wird bei Schumacher auch. Nur für den Kernjob gab es keine Bewerber. Kihm: „Packmitteltechnologe ist eben noch ein unbekannter Beruf.“

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