Fr., 07.12.2018

Westfalen-Beweger aus Greven: Toller Preis für die Abenteuerkiste Gelobte Problemlöser

Freuen sich über den Preis von der Aktion Westfalen-Beweger (v.l.): Dr. Karl-Heinz Sümmermann, Christian Tophoff, Natalie Schroll, Beate Tenhaken, Ole Müther und Sven Thiele.

Freuen sich über den Preis von der Aktion Westfalen-Beweger (v.l.): Dr. Karl-Heinz Sümmermann, Christian Tophoff, Natalie Schroll, Beate Tenhaken, Ole Müther und Sven Thiele. Foto: Günter Benning

Greven - 

„Wenn es mehr solcher Initiativen gäbe“, meint Dr. Karl-Heinz Sümmerman, „gäbe es in der Gesellschaft viele Probleme nicht.“ Sümmermann ist Vorsitzender der Westfalen-Initiative, einer Stiftung, die den Acht-Millionen-Einwohner großen Kernteil von NRW fördern will. Und gestern war er ins Kesselhaus gekommen, um Grevens Jugendliche auszuzeichnen. Die Mitarbeiter der Abenteuerkiste haben beim Wettbewerb Westfalen-Beweger abgesahnt.

Von Günter Benning 

Natalie Schroll und Olle Müther sind Multis der Abenteuerkiste. Was sind Multis? „Wenn Jugendliche eine Idee haben“, sagt Schroll, „können sie ins Kesselhaus kommen. Da können sie ihre Vorstellungen ausleben.“ Und wenn es Fragen und Probleme gibt, springen die Multis, die dafür auch geschult sind, helfend ein.

Also: Hilfe zur Selbsthilfe. Und genau das fand die Westfalen-Initiative lobenswert, bei der sich 60 Initiativen für den Preis des Westfalen-Bewegers beworben hatten. Zehn kamen in die erste Auswahl – und bekamen schon mal 2000 Euro dafür.

„Das Geld ist schon ausgegeben“, sagt Sven Thiele, Vorsitzender der Abenteuerkiste. Jetzt hoffen die Grevener auf Runde zwei. Im kommenden Jahr werden unter den bereits ausgezeichneten Initiativen weitere drei ausgesucht, denen dann noch einmal 5000 Euro Preisgeld winken.

Bis dahin müssen die Jugendlichen von der Abenteuerkiste aber noch einiges tun. Sie wollen Tutoren qualifizieren, monatliche Stammtische etablieren und Jugendliche auf digitalen Kanälen wie Instagram und Facebook ködern. Im kommenden Jahr können sie in der zweiten Wettbewerbsrunde zeigen, wie man bürgerschaftliches Engagement weiter entwickeln kann. Motto der Westfalen-Initiative: „Die Zukunft selbst in die Hand nehmen und nicht allein auf staatliche oder institutionalisierte Hilfe bauen.“

Auch Fachbereichsleiterin Beate Tenhaken zeigte sich gestern morgen im Kesselhaus stolz über den Preis für die Abenteuerkiste: „Wir haben damit einen innovativen und konstruktiven Verein.“ Das gute daran: Den Jugendlichen würden keine fertige Konzepte vorgesetzt, sie hätten die Möglichkeit, ihre Ideen selbst zu entwickeln.

Der Vorsitzende der Westfalen-Initiative Sümmermann betonte vor allem die Fernwirkung des Engagements: „Wenn Sie jetzt schon Leuten helfen“, sprach er die beiden Multis direkt an, „dann können sie später in ihren Berufen mit Menschen umgehen. Sensationell.“



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