Ann Christin Wälte sammelt Bilderbücher
Weisheiten zwischen Buchdeckeln

Reckenfeld -

Dass man mit Bilderbüchern kleine Kinder begeistern kann, ist bekannt. Für Ann Christin Wälte sind sie manchmal auch im Beruf schöne und nützliche Begleiter.

Dienstag, 01.01.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 16:42 Uhr
Manche so klein, dass man sie fast übersieht, manche so groß und schwer, dass man sie kaum halten kann: Ann Christin Wälte kann in ihrem Lehrerberuf auf ihre private Sammlung von gut 80 Bilderbüchern zurückgreifen.
Manche so klein, dass man sie fast übersieht, manche so groß und schwer, dass man sie kaum halten kann: Ann Christin Wälte kann in ihrem Lehrerberuf auf ihre private Sammlung von gut 80 Bilderbüchern zurückgreifen. Foto: Rosi Bechtel

„Mit guten Bilderbüchern kann man viele Themen angehen. Sie können zeigen, wie man mutig sein kann, geben gut verpackt Lebenshilfe für viele Situationen“, weiß die 29-Jährige. Sie arbeitet als Grundschullehrerin in Rheine und nutzt Bilderbücher gerne für den Unterricht. Da kann sie viel auf ihre private Sammlung von gut 80 Bilderbüchern zurückgreifen. „Ich setzte die Bilderbücher zu konkreten Unterrichtsinhalten, die laut Plan erarbeitet werden müssen, gerne ein. Viele Dinge kann man mit Bilderbüchern gut vermitteln.“

Die Idee, mit Bilderbüchern zu arbeiten, entstand während eines Seminars. Die Leiterin arbeitete mit englischsprachigen Bilderbüchern. Die Bilderbücher die dort gezeigt wurden, begeisterten sie und damit fing die Sammelleidenschaft an. Da schon in der zweiten Hälfte des ersten Schuljahres mit Englischunterricht begonnen wird, begann sie dort, ihre englischsprachigen Bilderbücher einzusetzen. „So können die Kinder den neuen Wortschatz leichter lernen. Wenn ich den Kindern vorlese, sitzen sie wie im Theater, also im Halbkreis, so dass sie alle gut die Bilder sehen können. Es ist total toll damit zu arbeiten.“ Auch für Kinder mit Migrationshintergrund sind Bilderbücher eine große Hilfe.

Die junge Frau hatte natürlich als Kind viele Bilderbücher, von denen aber keines mehr in ihrem Besitz ist. Wer behält schon ab dem Teeniealter seine Bilderbücher? Heute geht sie gezielt auf die Suche nach Büchern und freut sich, wenn sie etwas Neues entdeckt. Die Illustrationen begeistern sie, da sie so unterschiedlich sind, oft auch Lebensweisheiten vermittlen. Und wer meint, in Bilderbüchern fänden sich nur kindliche Geschichten, der irrt. „Hier, das ist eines der bekanntesten Gedichte von Heinz Erhardt – die Made“, sagt sie und zeigt das wirklich toll illustrierte Buch, an dem man auch als Erwachsener seinen Spaß haben kann.

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