Konzert des Sinfonischen Chores in der St. Marienkirche
Von einer besonderen Intensität

Greven -

Am Sonntag, 3. Februar, wird Harald Meyersick mit dem Sinfonischen Chor Greven sein nächstes Konzert geben. Es wird wieder ein Werk des international geschätzten Martín Palmeri sein. Es ist das „Magnificat“, das Palmeri als sein bedeutendstes Werk bezeichnet.

Mittwoch, 02.01.2019, 12:45 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 12:50 Uhr
Der Sinfonische Chor ist in freudiger Erwartung für das kommende Konzert. Im Rahmen der Aufführung wird es auch ein „Meet and Greet“ mit dem Komponisten Martín Palmeri geben, der das Konzert persönlich am Flügel begleitet.
Der Sinfonische Chor ist in freudiger Erwartung für das kommende Konzert. Im Rahmen der Aufführung wird es auch ein „Meet and Greet“ mit dem Komponisten Martín Palmeri geben, der das Konzert persönlich am Flügel begleitet.

Für ihn ist diese Komposition vielfältiger und komplexer als die berühmte „Misa Tango a Buenos Aires“.

Fast jeder der großen Komponisten wie Bach, Schütz, Vivaldi, Mozart oder Schubert hat ein „Magnificat“ geschrieben. Doch das „Magnificat“ des Argentiniers Palmeri ist wegen seiner Verbundenheit mit Südamerika, seiner Kultur, seiner Religiosität und dem Tangorhythmus von einer besonderen Intensität, die wohl auch dem Text aus dem Lukas-Evangelium geschuldet ist.

Maria hat gerade erfahren, dass sie unerwartet schwanger ist. Sie besucht ihre Verwandte Elisabeth, die als alte Frau ebenfalls überraschend ein Kind erwartet. Zwei Frauen am Rande der Gesellschaft tauschen sich aus und sind voll Freude, Demut und Dankbarkeit. Sie preisen den Herrn, der diese Wunder an ihnen getan hat. Marias Lobgesang „Magnificat anima mea Dominum“ hat dabei weniger das ihr persönlich Widerfahrene zum Thema. Sie erlebt dies vielmehr als Beleg für den Anbruch einer neuen Zeit, für den „heiligen Umsturz“, wie der Schweizer Dichter Kurt Marti es formulierte. Der Herr wendet sich den Armen und Machtlosen zu, diesen Unbedeutenden, wie Maria auch eine ist.

Dietrich Bonhoeffer beschreibt das „Magnificat“ des Lukas-Evangeliums als „das leidenschaftlichste, wildeste und (...) revolutionärste Adventslied, das je gesungen wurde“.

Es ist vermutlich kein Zufall, dass dieses Verständnis biblischer Texte gerade in Südamerika mit Martín Palmeri den zurzeit weltweit wichtigsten musikalischen Interpreten gefunden hat. Dass Palmeri immer wieder die musikalische Hochkultur mit der populären Musik des Volkes, dem Tango, verbindet, macht ihn zu einem der herausragenden Komponisten des Crossover. Nicht zuletzt deswegen ist seine Musik so mitreißend und beliebt.

Neben dem Herzstück des Konzertabends wird Palmeris „Über die Jahreszeiten“ zu hören sein. Das Konzert für Solo-Bandoneon und Tango-Orchester wurde bei seiner deutschen Erstaufführung 2013 in Warendorf mit großer Begeisterung aufgenommen.

Martín Palmeri betont, dass es ihm eine besondere Ehre sei, das Konzert persönlich am Flügel zu begleiten. Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis wird einem kleinen Kreis Musikinteressierter nach dem Konzert am 3. Februar in der Marienkirche bei einem „Meet and Greet“ die Möglichkeit gegeben, mit dem Komponisten und einzelnen Musikern ins Gespräch zu kommen.

Karten dazu werden im Rahmen des Vorverkaufs angeboten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6291331?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker