Josefkirche wird kommenden Sonntag profaniert
Die letzten Tage der Josefkirche

Greven -

Am Sonntag wird es ernst. Die St. Josef-Kirche wird dann profaniert. Wir haben Pastoralreferent Matthias Brinkschulte gefragt, wie es jetzt weitergeht.

Dienstag, 22.01.2019, 12:00 Uhr
Diese Glocke erklingt, wenn der Priester beim Gottesdienst die Kirche betritt.
Diese Glocke erklingt, wenn der Priester beim Gottesdienst die Kirche betritt. Foto: Günter Benning

Was ist der nächste Schritt?

Brinkschulte: Am Sonntag, 27. Januar, begeht die Pfarrgemeinde St. Martinus die Profanierung der Josefkirche. Dem letzten Gottesdienst vor Ort, steht um 10 Uhr Weihbischof Christoph Hegge vor. Nach dem Gottesdienst ist im Pfarrheim an der Nordwalder Straße Gelegenheit zum Austausch. Die Kirche ist den Sonntag über bis 18 Uhr noch geöffnet.

Was passiert ab Montag?

Brinkschulte: Am Montag nach der Profanierung werden alle beigesetzten Reliquien aus dem Altar geborgen, das „Allerheiligste“ in die Martinuskirche überführt, und zeichenhaft wird die Figur des Heiligen Josef (aus der Josefkirche) für die Bauphase Herberge in der Pfarrkirche am Marktplatz finden. Es sind mehrere Reliquien (Überreste verschiedener Art, heiliger Persönlichkeiten) im Altar. Unter anderem des Heiligen Wendelin.

Ist das in allen Kirchen Brauch, dass man Reliquien einsetzt?

Brinkschulte: Es ist eine weit verbreitete Tradition Reliquien einzusetzen. In allen Grevener katholischen Kirchen ist dies der Fall.

Gibt es schon einen Termin für den Abriss und den möglichen Baubeginn?

Brinkschulte: Nein, kein konkreter Termin. Die Ausbauarbeiten der Fensterrosette, Steintafel und kleineren Fenster werden einige Tage in Anspruch nehmen, etwa acht Wochen nach der Profanierung.

Steht fest, wer die neue Kirche baut?

Brinkschulte: Der Bau wird ausgeschrieben, und verschiedene Unternehmen können darauf reagieren und ihr Angebot abgeben. Bisher wurde keine Zusage an ein Bauunternehmen gegeben.

Bei Facebook haben sich viele Leute an legendäre Feten im Turm der Kirche erinnert. War das früher die Offene Jugend?

Brinkschulte: Der Turm war ein sogenanntes „TOT“-Heim (teiloffene Tür). Sonntagsnachmittags zwischen 15 und 18 Uhr. Die Gruppenräume darüber wurden von Messdienern und der CAJ, später von den Messdienern und den Pfadfindern genutzt. Vor ca. 25 Jahren wurde der Turm aus feuerpolizeilichen Gründen gesperrt (kein zweiter Notausgang). Es fehlten auch Sanitäranlagen.

Werden in der Martinuskirche künftig mehr Gottesdienste für die Leute aus St. Josef stattfinden?

Brinkschulte: Es werden keine zusätzlichen Gottesdienste eingerichtet. Die Gottesdienste in der Woche finden in der Kapelle des Krankenhauses oder im Pfarrheim an der Nordwalder Straße statt. Die Wochenendgottesdienste der Pfarrgemeinde werden zeitlich angepasst und beginnen mit der ersten Februarwoche eine entsprechend neue Gottesdienstordnung.

Es gibt da sicher eine Gottesdienstbesucher-Statistik. Kann man sagen, wie viele Leute am Wochenende St. Josef besucht haben?

Brinkschulte: Dieses Wochenende wurde nicht gezählt. Zweimal jährlich wird jedoch gezählt: Die letzten zwei Zählungen ergaben: 112 bis 144 am Samstagabend und etwa 60 Personen am Sonntagmorgen.

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