Andreas Block gründete eine Facebook-Gruppe für Karpfenangler
Abschalten am Angelteich

Reckenfeld -

Den Grevener Andreas Block hat es vor drei Jahren nach Reckenfeld verschlagen. Seine große Leidenschaft ist das Karpfenangeln – weil der Karpfen der größte und kampfstärkste Süßwasserfisch ist.

Mittwoch, 06.02.2019, 23:39 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 00:00 Uhr
Andreas Block investiert einen Teil seiner Freizeit in das Hobby des Karpfenangelns – für ihn eine tolle Gelegenheit, abzuschalten.
Andreas Block investiert einen Teil seiner Freizeit in das Hobby des Karpfenangelns – für ihn eine tolle Gelegenheit, abzuschalten. Foto: Rosemarie Bechtel

Den Grevener Andreas Block hat es vor drei Jahren nach Reckenfeld verschlagen. „Hier lebt meine Partnerin mit Kind“, erzählt er. Die Familie väterlicherseits stammt aus Reckenfeld, aber da der Vater dann nach Greven zog, wuchs Andreas in Greven auf, und ging dort zur Schule.

Seine große Leidenschaft ist das Karpfenangeln. Warum gerade Karpfen, ist das etwas Besonderes? „Ja klar, das ist der größte und kampfstärkste Süßwasserfisch“, erklärt er. Block gründete vor einigen Jahren eine Facebook-Gruppe, in der sich ausschließlich Karpfenangler austauschen. „Da gibt es Gewinnspiele für die Mitglieder, und wir haben einmal für das krebskranke Kind eines Mitglieds sowie auch noch einmal für das Kind eines arbeitslosen Mitglieds, das auch gerne angeln wollte, Spenden gesammelt. So kamen Bargeld und viele Angelgerätschaften für die Kinder zusammen“, sagt er über die Aktivitäten in der Gruppe. Knapp 20 000 Interessierte, vornehmlich aus Deutschland, aber auch aus Holland und Belgien, sind der Gruppe inzwischen beigetreten.

Um Karpfen zu angeln, fährt Andreas Block durch ganz Deutschland zu Gewässern, wo das möglich ist. Er gehört der NWA (Niedersächsisch-Westfälische Anglervereinigung) und dem Angelverein der Budden­kuhle in Ladbergen an. „Dort haben wir auch einen festen Wohnwagen stehen.“ Dort kann er abschalten – auch von der Arbeit. Er hat sich nach der Insolvenz seines letzten Arbeitgebers eine Dienstleistungsfirma aufgebaut. „Ich wollte nicht arbeitslos sein, habe mir erst einen Gewerbeschein geholt, beim Fahrgeschäfte-Aufbau auf der Kirmes geholfen und sonstige Arbeiten gemacht und bin viel rumgekommen“, erzählt der 39-Jährige. Gelernt hat er Gas- und Wasserinstallateur, arbeitete lange in einer Gärtnerei und besitzt viele handwerkliche Fähigkeiten. Kraftsport, wie früher, muss er jetzt nicht mehr machen, denn das erledigt er bei der Arbeit quasi „nebenbei“. Alle paar Wochen gönnt er sich dann mit seiner Verlobten und dem Kind ein verlängertes Angelwochenende. „Die beiden machen das gerne mit“, freut sich Andreas Block.

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