Germania-Aus
Anbieter zeigen offenbar Interesse an FMO-Slots

Greven -

Verhaltener Optimismus trifft Prinzip Hoffnung: Nach dem Germania-Aus zeigen erste Reiseanbieter und Airlines offenbar Interesse, die Lücke am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) schließen zu wollen. Er sei positiv gestimmt, zumindest für die Hauptstrecken bald neue Anbieter benennen zu können, sagte Vize-Sprecher Detlef Döbberthin. Zum jetzigen Zeitpunkt einzelne Interessenten herauszugreifen, sei jedoch nicht seriös.

Freitag, 08.02.2019, 07:30 Uhr
Wer bekommt die Germania-Slots am FMO?  Der Flughafen ist nach eigenen Angaben mit „allen relevanten Veranstaltern und Airlines“ im Gespräch.
Wer bekommt die Germania-Slots am FMO?  Der Flughafen ist nach eigenen Angaben mit „allen relevanten Veranstaltern und Airlines“ im Gespräch. Foto: Gunnar A. Pier

Drei Tage nach dem Germania-Aus gibt sich der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) vorsichtig op­timistisch, in den kommenden zwei, drei Wochen neue Angebote „zumindest auf den Rennstrecken anbieten zu können“. Das hat Sprecher Detlef Döbberthin am Donnerstag erklärt.

Der Flughafen sei derzeit im Gespräch mit „allen relevanten Veranstaltern und Airlines“. Im Konzert der vielen Flughäfen, die von der Pleite der Berliner Airline betroffen sind und „die sich nun alle anstellen“, stehe der FMO bei Reiseanbietern und Fluggesellschaften relativ hoch im Kurs , weil er in den vergangenen drei Jahren gezeigt habe, dass er funktioniere. Derzeit sei eine buchungsstarke Zeit, da sei es oberstes Gebot, „wieder in den Verkauf zu kommen“.

Rückhalt von den Gesellschaftern

Rückhalt bekommt der Flughafen in Greven von seinen Gesellschaftern. „Ich bin optimistisch, dass sich die Lage am FMO sehr bald stabilisieren wird“, sagte der Landrat des Kreises Steinfurt, Dr. Klaus Effing. Der Kreis Steinfurt ist zu 30 Prozent am Airport beteiligt.

Von einer „erfreulichen Entwicklung“ in den vergangenen Jahren sprach der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Im März wolle sich das Gremium darüber informieren, „wie sich die Insolvenz von Germania auswirkt“.

Mit deren Pleite waren Anfang der Woche am FMO über Nacht 16 von 27 Zielen weggebrochen.

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