Greven vor 25 Jahren
Über flinke Ganoven und närrische Narren

Dass Hallenbad und Freibad keinen Gewinn abwerfen – so schlau waren die Politiker auch schon vor 25 Jahren. Aber: Das Defizit war ihnen auch damals schon ein Dorn im Auge.

Freitag, 08.02.2019, 18:19 Uhr

Und so entstand der schlaue Plan, der teilweise auch heute diskutiert wird: In dem man die Öffnungszeiten kürzt, wird das Defizit verringert. Tolle Idee, die konsequent zu Ende gedacht eigentlich nur zur Schließung der Bäder führt. Denn dann kosten sie gar nichts mehr. Aber will das wirklich jemand?

Mit sparen hatte die Geschichte, die sich vor 25 Jahren in der Walgenbachhalle in Reckenfeld abspielte, wohl nichts zu tun. Denn dort trugen die Ü40-Herren der diversen Vereine ein gleichnamiges Turnier aus. Da soll viel Schweiß geflossen sein, ist in der damaligen Zeitung zu lesen. Aber dann, kurz vorm Endspiel, standen die „Uralt-Herren“ plötzlich im Dunkeln – Stromausfall. Ob die allerdings sehr traurig waren, dass sie direkt mit der dritten Halbzeit starten mussten, ist nicht überliefert.

Manchem Ganoven kann man sein Ganovensein irgendwie ansehen. Und vor 25 Jahren hatte die Polizei da wohl einen ganz besonderen Riecher. Denn als eine Streifenwagenbesatzung in der Nacht auf der Naendorfstraße drei dunkel gekleidete Männer überprüfen wollte, machten die sich vom Acker. Quer durch die Büsche, über Stock und Stein, über diverse Zäune soll die Verfolgungsjagd gegangen sein – mit dem besseren Ergebnis für die Ganoven, die entwischen konnten. Dass es welche waren, stellte sich nachher heraus. Denn in dem Rucksack, den sie irgendwann wegwarfen, war reichlich Einbruchwerkzeug zu finden. Tja, da mussten die Herren Ganoven wohl erst mal wieder in den Baumarkt neues Arbeitswerkzeug kaufen.

Viele Grevener werden sich noch an die hässlichste Baulücke der Innenstadt erinnern können. Dort, gegenüber dem Eiscafé Gregori, herrschte seit dreieinhalb Jahren Wildnis. Der potenzielle Bauherr Schlüter bengelte sich mit den lieben Nachbarn rechts, links und gegenüber, das Ganze nahm zwischenzeitlich groteske Züge an. Was der Kollege, der damals bemängelte, dass seit eben so langer Zeit nichts passiert, nicht wusste: Das Thema sollte ihn noch gaaaanz lange begleiten . . .

Und dann war da noch der Karneval in Greven, alles eine Woche früher als in diesem Jahr. Aber sonst fast recycelbar. Die selben Termine, die selben Abläufe – nur einen gravierenden Unterschied gab es. Damals wurde der Prinzenball noch in Greven gefeiert, im großen Saal im Kolpinghaus. Aber da es das nicht mehr gibt, müssen die Narren halt einen närrischen Ritt nach Saerbeck unternehmen. Vielleicht können sie da noch etwas lernen . . .

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