Kriminalitätsstatistik birgt positive Zahlen
Minus-Rekord: Nur 33 Wohnungseinbrüche

Greven -

Es gab mal Zeiten, da war Greven beliebt, sehr beliebt sogar. Da war Greven eine Hochburg für Einbrecher. War ja auch zu schön: Nach dem Einbruch konnten die Ganoven schnell und unerkannt auf die Autobahn verschwinden. Aber: Irgendetwas hat sich da gewaltig verändert.

Donnerstag, 14.02.2019, 07:12 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 07:30 Uhr
227 Leezen wurden im vergangenen Jahr in Greven geklaut. Das sind immerhin rund 100 weniger als im Jahr zuvor.
227 Leezen wurden im vergangenen Jahr in Greven geklaut. Das sind immerhin rund 100 weniger als im Jahr zuvor. Foto: DVAG

Denn im vergangenen Jahr wurde in Greven nur noch in 33 Wohnungen eingebrochen – ein absoluter Minusrekord. Das geht aus den Zahlen der Kriminalitätsstatistik hervor, die gestern bundesweit veröffentlicht wurden.

Für den Rückgang dürfte es mehrere Gründe geben. Immer mehr Wohnungen und Häuser werden von ihren Besitzern besser geschützt. Und das können die Ganoven nun mal gar nicht gut haben. Gelangen sie nicht schnell in ein Gebäude, geben sie auch schnell auf. Hinzu kommt: Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr kreisweit bei Wohnungseinbruchdiebstählen bei 28,61 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Die Zahl 33 ist dabei beeindruckend. Denn im Jahr 2015 zum Beispiel wurden in Greven sage und schreibe 157 Einbrüche in Wohnungen registriert. Und das sind dann mal eben fast fünf Mal so viele.

Auch die Zahl der Fahrraddiebstähle war im vergangenen Jahr äußerst gering. Trotz allem wechselten immer noch 227 Drahtesel unfreiwillig den Besitzer. Im Jahr 2017 waren es aber noch 318 und damit fast 100 mehr.

Nur die Gewaltkriminalität – darunter fallen Delikte wie Mord, Totschlag, Raub, Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch – nahm in Greven zu. Wurden im Jahr 2010 33 Fälle notiert, waren es im vergangenen Jahr 51 Fälle.

Und auch die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz nahmen zu von 25 Fällen in 2010 auf 41 Fälle im vergangenen Jahr.

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