Krimi-Lesung mit Sabine Schulze Gronover
Gruseln mit humoriger Note

Greven -

Die Angst geht um im Münsterland. „Was im Buch passiert, kann Ihnen auch auf dem Heimweg passieren, also passen Sie auf“, stellt Autorin Sabine Schulze Gronover direkt klar.

Sonntag, 17.02.2019, 21:01 Uhr aktualisiert: 17.02.2019, 21:10 Uhr
Autorin Sabine Schulze Gronover weiß, wie Spannung geht.
Autorin Sabine Schulze Gronover weiß, wie Spannung geht. Foto: Vera Gaidies

Auf dem Hof Schulze Brinkhoff in Oelde wird eine Ziege tot aufgefunden, die Tat eines Wolfes. Der Wolf ist zurück im Münsterland. Eine wahre Gegebenheit, die 2016 in Oelde passierte und nun als Inspiration für den Krimi diente.

Im Buch bleibt es nicht lange bei nur einer Tat des Wolfes und so prophezeit Mirela Schulze Brinkhoff, Mutter eines Großbauern, dass das Unglück im Ort ist. Schon kurze Zeit darauf wird die Schwiegertochter Karin tot auf der Pferdewiese aufgefunden, mit zerbissener Kehle. Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass der Wolf dahintersteckt. In Oelde macht sich Panik breit, Bürgermeister Tillmann steht unter Druck, Eltern eines Waldkindergartens fordern Absicherungen rund um das Gelände. Klar ist: Der Wolf muss weg.

Kommissar Schmitt und Polizist Kemper ermitteln mit Hochdruck und stellen schon bald fest, dass Karin ermordet wurde und der Wolf nicht für ihren Tod gesorgt hat. Der Verdacht fällt auf einen Rumänen, der in einer kleinen privaten Pension in Herzebrock-Clarholz untergekommen ist. Und so versuchen der Kommissar und der Polizist die Angst und den hochkochenden Hass zu stoppen.

Schulze Gronover vermittelt ab der ersten Sekunde, dass sich keiner ihrer Zuhörer in der Stadtbibliothek fürchten muss, hier sind sie sicher. Mit einer gewissen Portion Humor ist ihr Kriminalfall gleich weniger blutrünstig. Ein heiterer Krimi, der immer wieder zum Lachen bringt und zeitgleich unglaublich spannend ist.

Die Autorin weiß genau, wie sie den Spannungsbogen aufrecht hält, sodass mit Sicherheit der ein oder andere Zuhörer kaum darauf warten kann, das Buch „Wölfe im Münsterland“ zu lesen.

Inspiration nimmt die Autorin aus Erlebnissen, Erzählungen und Gelesenem. Ihre Hauptfiguren im Buch entwickelt sie oftmals durch Situationen, die ihr bei ihrer Arbeit als Therapeutin begegnen. Ihre Geschichten entwickeln sich erst während des Schreibens so richtig: „Ich habe kein vorgeplantes Gerüst und schreibe spontan“, berichtet Schulze Gronover. Sie braucht stets Action, bei Stille könne sie nicht richtig kreativ werden. Und eine ganz wichtige Zutat braucht sie noch: „Ich liebe das Gruseln.“ Ein Spaziergang im Dunkeln mit ihrem Hund wirkt wahre kreative Wunder für die nächsten Kriminalfälle.

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