Beatclub-Party im Ballenlager
Glitzer und krachende Gitarren

Greven -

Der Beatclub brachte am Samstag mit Sweety Glitter & The Sweethearts Rock n‘ Roll, Schlaghosen und bunten Perücken echtes 70er-Jahre-Ambiente nach Greven.

Sonntag, 17.02.2019, 17:00 Uhr
Die Band „Sweety Glitter & The Sweethearts“ bot einen Auftritt, die Musiker hätten in den 70er Jahren als Vorband von David Bowie durchgehen können.
Die Band „Sweety Glitter & The Sweethearts“ bot einen Auftritt, die Musiker hätten in den 70er Jahren als Vorband von David Bowie durchgehen können. Foto: Paula-Lina Taube

Ein Bühnenbanner kündigt die Band an und lässt dennoch kaum erahnen, was der Abend noch bieten wird. Eher unscheinbar, schwarz mit goldener Schrift, werden Sweety Glitter & The Sweethearts dort angekündigt. Am linken Rand ein Peace-Zeichen, darunter der Schriftzug: Love, Peace and Rock ‚n‘ Roll.

Ralf Wietkamp, Zweiter Vorsitzender des Beatclubs, begrüßt die Gäste. „Es ist uns

gelungen, die beste Band der Welt heute Abend nach Greven zu holen“, strahlt Wietkamp und bekommt dafür Applaus und Jubel-Rufe. Doch bevor die Stars des Abends die Bühne betreten, lockern die clubeigenen Allstars die Tanzbeine. Spätestens mit dem letzten Song, CCRs „Proud Mary“, schaffen es die Allstars, die zunächst etwas tanzschüchternen Gäste aus der Reserve zu locken.

Nach langer Umbaupause kann Wietkamp schließlich die fünfköpfige Band aus Braunschweig auf die Bühne holen. Die Männer, die dann vors Publikum treten, hätten genauso gut in den 70ern mit David Bowie auf Tour gehen können. Im ersten Moment wähnt man sich fast mitten in einer Travestie-Show: bunte Perücken, die selbst bei wildesten Tanzeinlagen sitzen, Make-Up, das die harten Konturen der Gesichter unterstreicht, viel Glitzer und Puder, das dem Gefieder von Paradisvögeln ähnelt. Die hautengen Schlaghosen funkeln im Scheinwerferlicht, große Peace-Zeichen hängen an den Ohren, die bestickten Jacken werden offen getragen.

„31 Jahre haben wir für diesen Auftritt hier geprobt“, scherzt Sänger Sweety Glitter, der eigentlich Volker Petersen heißt. Doch wer so aussieht, muss auch einen passenden Namen haben. The Sweethearts, das sind Randy B. Bluebird, Mighty Mitch McCennedy, Carbite Williamson und Sir Tobi. Und sie wollen eines: Greven soll tanzen! Und Greven hört.

Zunächst etwas verhalten – doch immer mehr wagen sich nach vorne und füllen die Lücke zwischen der Bühne und den Gästen, bis schließlich der Boden im Kulturzentrum bebt. Die Band covert unter anderem Hits wie „Children of the Revolution“ von T. Rex und bringt mit ihrem flippigen Auftritt eine ganz eigenen Note mit ein.

Einige der Gäste, von Mitte 20 aufwärts, haben sich dem Motto des Abends angepasst: Love, Peace and Rock‘n‘Roll, Schlaghosen mit Blümchen-Muster, Jacken im Metallic-Look, die im Neonlicht schimmern und toupierte Haare. Wann, wenn nicht an einem solchen Abend, soll man mal die ausgefallenen Teile aus dem Schrank kramen?

„Ich wusste nicht so wirklich, was mich hier erwartet, ich bin eigentlich nur als Begleitung mitgekommen aber es gefällt mir. Eine tolle Show, da ist es mir nicht so wichtig, dass das eigentlich nicht so meine Musik ist“, verrät eine Zuschauerin. Ein gelungener Abend im Kulturzentrum, der Greven auf eine Zeitreise mitgenommen hat, zurück in die wilden Siebziger, zurück zu Love, Peace and Rock‘n‘Roll.

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