Immobilie des ehemaligen Restaurants Aatal wird renoviert
Atelier und Kultur-Café

Greven -

Die Gaststätte „Zum Aatal“ war lange ein beliebtes Restaurant und ein besonders von Radfahrern gern angefahrenes Ausflugslokal. Dann musste das Wirtepaar Insolvenz anmelden, die Immobilie wurde zwangsversteigert. Jetzt wird das Gebäude saniert. Der Künstler, der das Haus erworben hat, möchte über kurz oder lang dort ein Kultur-Café eröffnen.

Sonntag, 03.03.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 16:00 Uhr
Es tut sich was in Aldrup: Das Gebäude des ehemaligen Restaurants „Zum Aatal“ wird derzeit von Grund auf renoviert und wird in ein paar Monaten vielleicht sogar wieder ein Café beherbergen.
Es tut sich was in Aldrup: Das Gebäude des ehemaligen Restaurants „Zum Aatal“ wird derzeit von Grund auf renoviert und wird in ein paar Monaten vielleicht sogar wieder ein Café beherbergen. Foto: Peter Beckmann

Es war ein beliebtes Ausflugslokal, ein beliebtes Restaurant. Aber irgendwann ereilte auch die Gaststätte „Zum Aatal“ das Schicksal, das viele Gastronomiebetriebe ereilt: Es ging nicht mehr, die Betreiber mussten Insolvenz anmelden, die Immobilie wurde zwangsversteigert. Aber: Demnächst könnte daraus wieder ein gastronomischer Betrieb werden – zumindest zum Teil.

Conny Lanfer aus Gimbte hatte 2009 die Immobilie ersteigert und nutzte sie für ein Wohnprojekt für Jugendliche mit pädagogischer Betreuung. Danach stand das Gebäude einige Zeit leer. Dann bot Lanfer die Immobilie zum Kauf an. Und es gab reichlich Interessenten. Den Zuschlag erhielt letztendlich Stefan Rosendahl. Und der hat jetzt alle Hände voll zu tun.

Denn er möchte die Immobilie mehrfach nutzen. „Oben die Räume werden zum Wohnraum für mich und meine Frau, unten entsteht im ehemaligen Saal mein Atelier, im ehemaligen Restaurant ist ein Café geplant“, erzählt er. Aber: Bis das alles so weit ist, wird es noch dauern. „Es hat sich leider einiges verzögert“, erzählt der Mann, der selbst bei den Bauarbeiten kräftig mitmacht.

Und da gibt es einiges zu tun. Ein neues Dach, neue Fenster, die Dämmung der Außenmauern, die optische Neugestaltung der Außenwände, einige Bereiche im Inneren werden komplett entkernt.

Stefan Rosendahl ist übrigens Künstler, Bildhauer, um genau zu sein. Als figürliche Bildhauerei bezeichnet er seine Kunstrichtung. Von 1991 bis 1993 absolvierte er eine Ausbildung zum Steinmetz mit Fachrichtung Steinbildhauerei, dem folgte ein Studium bei Professor Bernd Altenstein an der Hochschule für Künste Bremen, an der École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille und an der Kunstakademie Münster. Seit 1995 ist er freier Bildhauer im eigenen Atelier, hält diverse Vorlesungen an der Uni Münster, führt Schulprojekte und Unterricht an Grund- und weiterführenden Schulen in NRW durch und gibt Kurse zum Beispiel an der Kulturwerkstatt in Altenberge.

Klar sei, dass es mit einem Café in diesem Jahr nichts mehr wird. Ein genaues Konzept gebe es auch noch nicht. „Ich stelle mir eine Art Kultur-Café mit Ausstellungen und Lesungen vor“, erklärt der 39-jährige Künstler. Aber bis dahin wird es noch dauern.

Dem ein oder anderen kunstinteressierten Grevener wird der Name Stefan Rosendahl allerdings bekannt vorkommen. 2007 hatte er unter dem Titel „Mein Raum ist dein Raum“ eine Installation im Grevener Kunstturm.

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