KG Emspünte stürmt die Redaktion: Hymne an das mobile Greven
Ein letztes heiseres Helau

greven -

Redaktionsbesuch der KG-Emspünte. Die Jecken werden mit einem Lied über die mobilste Stadt im Land begrüßt: Greven.

Dienstag, 05.03.2019, 07:54 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 17:07 Uhr
Die KG-Emspünten Truppe mit Präsident Udo I. Laufmöller (vorn, 4.v.l.), Redaktionsleiter Günter Benning (5.v.l.), Pünte Manuela und Prinz Christian I.
Die KG-Emspünten Truppe mit Präsident Udo I. Laufmöller (vorn, 4.v.l.), Redaktionsleiter Günter Benning (5.v.l.), Pünte Manuela und Prinz Christian I. Foto: Peter Beckmann

„Helau“. Viel mehr bringt Robin Zurbrüggen nicht heraus, als er am Montag als erster Jeck unsere Zeitungs-Redaktion entert. Der Zeremonienmeister der KG Emspünte liegt im Schlussspurt. Fünf Tage Dauerkarneval – kein Wunder, dass der närrische Leistungssport Spuren hinterlässt.

Auch Pünte Manuela war deutlich heiser. Aber zum stummen Bützchen reichte es noch, als sie Redaktionsleiter Günter Benning den Karnevalsorden überreichte. Der zeigt Jecken, die Achterbahn fahren. Helene Fischers Song „Achterbahn“ ist das Lieblingslied der Grevener Tollitäten. Den Orden gab es dafür, dass die Zeitung die Jubiläumsausgabe des Greiwsken Windes gerettet hatte. Ihr Macher Hans-Peter Riepenhagen hatte eine Festplatte mit Tausenden von Bildern geschrottet.

Bei so viel Ehre ist selbstverständlich ein großes Dankeschön angebracht. Mit einem selbst geschriebenen Lied revanchierte sich Benning per Gitarre. Und dabei steigerte er die Herausforderung an die närrischen Sänger: „Letztes Jahr hatte ich einen Refrain mit einem Wort. Diesmal ist er länger. Aber Ihr seid ja schlau genug.“ Aus einer Ecke tönt ein Narr zurück: „Genau, wir sind nämlich integent. . . Äh intelligent.“

Den Gästen bescherte Benning einen Jahresrückblick aus der „Hauptstadt der Mobilität“.

Da ging es um das geklaute Feuerwehrauto in Schmedehausen, die Pünte mit Ersatz-Pumps und die ständig verreisten Grevener Ratsherren, die politische Revolutionen so schwer machen. Sein Rat an Schwarz/Grün: „Goldhochzeiten feiern wir nur noch im Rathaus und Flitterwochen am Franz-Felix-See.“

Woher er das alles wisse? „Tja, Zeitung lesen“, tut der Journalist singend kund.

Ihre Intelligenz stellten die Narren dann tatsächlich unter Beweis als sie beim dritten Durchlauf den Refrain fehlerfrei mitsingen konnten: „Hier kommt man gut hin und hier kommt man gut weg.“ Chapeau, das müssen die angeschlagenen Stimmbänder erstmal verkraften.

Als die ersten schon Schwäche zeigten und meinten sich auf dem Boden ausruhen zu können, mobilisierte die Ex-Pünte und Kindertherapeutin Annika Reismann die Truppe. Zu dem Lied des Kinderprinzenpaares und einem ausgelassenen „Shoo-bee-doo“ wurde die Redaktion zur Tanzfläche.

Vor lauter Überschwung wurde dann noch schnell ein Gesicht mit Edding verziert, Erdnüsse gefuttert und auf einem Bürostuhl Karussell gefahren.

Eines muss man den Narren lassen: Feiern können sie. Nach der Redaktion geht es in die Residenz. Und dann? „Auf mich wartet mein kuscheliges Sofa“, konstatiert eine Närrin.

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