Sportentwicklung in Greven
Neue Halle auf der Wunschliste

Greven -

Für die Teilnehmer der Workshopreihe zur sportlichen Entwicklung Grevens hat der Bau einer Mehrfeldhalle höchste Priorität. Aber die Kosten dürften dafür sorgen, dass es noch dauert.

Mittwoch, 13.03.2019, 19:25 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 19:30 Uhr
Handball-Camp in der Emssporthalle. Vereine und Schulen reklamieren, dass Hallenplatz in Greven fehlt.
Handball-Camp in der Emssporthalle. Vereine und Schulen reklamieren, dass Hallenplatz in Greven fehlt. Foto: Ulrich Schaper

Das Thema stand ganz oben auf der Wunschliste. Mit 17 Punkten vergaben die Teilnehmer der Workshopreihe zur sportlichen Entwicklung Grevens den Bau einer neuen Mehrfeldhalle eine „Goldmedaille“. Mit 12 Punkten bekamen die Optimierung der Hallenzeiten und die Verbesserung der Schwimmzeiten „Silber“ und „Bronze“ in der Disziplin der Wünsche.

Doch als jüngst dem Schulausschuss die Ergebnisse dieses Zukunftsworkshops vorgetragen wurden, monierte Ausschuss-Vorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft: „Da bin ich nicht mit einverstanden.“

Sportamtschef Frank Hänel hatte zwar etliche Ziele für die baldige Verwirklichung vorgeschlagen. Der Wunsch, eine Halle in der Innenstadt zu bauen, rückte allerdings weit in die Zukunft. „Alles, was Geld kostet“, formulierte Ratsherr Michael Zweihaus, „ist auf St. Nimmerlein verschoben.“ Worauf mit etwas Verständnis für die klamme Stadt CDU-Fraktionschef Jürgen Diesfeld konterte: „Die Gelddruckmaschine haben wir noch nicht erfunden.“

Fazit: Hänel muss seine Vorlage überarbeiten. Der Wunsch, schon bald über eine weitere Sporthalle nachzudenken, soll dabei mehr in den Vordergrund rücken.

Insgesamt hatten Vertreter von Sportvereinen, Politik und Verwaltung unter Regie des Stuttgarter Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) in vier Monaten ein breites Spektrum von Themen besprochen.

IKPS-Mitarbeiter Dr. Stefan Eckl, fasste etwa als ein wichtiges Ziel zusammen, auch Menschen in den Fokus zu nehmen, die nur schwer von den Sportvereinen erreicht werden. Da geht es dann um mögliche Angebote für Kinder im Vorschulalter, in Kitas oder in Ganztagsschulen. Erwachsenen- und Seniorensport sollte in Zukunft stärker in den Vordergrund rücken, aber auch Angebote für Frauen und Mädchen, die bisher in Vereinen unterrepräsentiert sind.

Die Mitglieder in den Gruppen, häufig Vertreter von Sportvereinen, sprangen aber auch über ihren eigenen Schatten. Vorgeschlagen wurde etwa eine stärkere Zusammenarbeit der Vereine in Verwaltung und Geschäftsführung, weil es immer weniger Aktive gebe, die das übernehmen. Man müsse, so das Papier, stärker an vorberufliche Strukturen (Honorarkräfte) denken.

Finanziell relevant für die Stadt ist allerdings die übereinstimmende Forderung der Planungsgruppe nach einer Mehrfeldhalle im Innenstadtbereich. Sie müsste teilbar sein und für Turniere tauglich. Hier gebe es Defizite bei Grundschulen und der Gesamtschule, auch die Vereine bräuchten mehr Platz. Als mögliche Standort wurde in den Arbeitsgruppen der Wilhelmsplatz vor der Martin-Luther-Grundschule genannt. Auch der Wunsch Gimbtes nach einem Mehrzweckraum wurde in der Diskussion genannt.

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