Schlüter-Bau an der Alten Münsterstraße
Stellplatz-Ausnahme soll künftig für alle gelten

Greven -

Wer Läden oder Gastronomieflächen in der Stadt vermietet, muss dafür Parkplätze nachweisen. Jetzt will die Stadt generell die Maßstäbe dafür ändern.

Freitag, 15.03.2019, 08:08 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 08:10 Uhr
In den Schlüter-Bau an der Alten Münsterstraße soll demnächst eine italienische Gastronomie einziehen. Das Thema Parkplätze spielte bei der Mietersuche eine große Rolle.
In den Schlüter-Bau an der Alten Münsterstraße soll demnächst eine italienische Gastronomie einziehen. Das Thema Parkplätze spielte bei der Mietersuche eine große Rolle. Foto: Günter Benning

Konkreter Anlass: Der Schlüter-Bau an der Alten Münsterstraße, in den künftig die mediterrane Restaurant-Kette Mezzomar einziehen will.

Seit eineinhalb Jahren steht die Ladenfläche des Neubaus leer. Potenzielle Ladenmieter, hieß es immer wieder im Architekturbüro Schlüter, hätten mehr Parkplätze in unmittelbarer Nähe gefordert. Der Raum dafür ist aber begrenzt.

Die rechtliche Lage, erklärt Matthias Herding, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, ist kompliziert. Am 1. Januar trat eine neue Landesbauordnung in Kraft, die auch regeln soll, wie viele Stellplätze in Städten vorzuhalten sind.

Die dazu nötige Rechtsverordnung gibt es aber noch nicht. Also halten sich die Gemeinden an der alten Verwaltungsvorschrift. Die sah für Gaststätten einen Stellplatz je sechs bis 12 Quadratmeter Fläche vor, für „Verkaufsstätten“ bis 700 Quadratmeter war das ein Stellplatz pro 30 bis 50 Quadratmeter.

In Greven wird aber schon seit 2013 eine eigene Praxis gepflegt. Um Leerstände in der City zu beseitigen, verzichtet die Stadt teilweise auf Stellplätze oder Ablösesummen.

Die Ansiedlung von La Bottega und Nudelhaus in der Alten Münsterstraße und der neuen Gastronomie in der alten Tanzschule am Niederort, heißt es in der Verwaltungsvorlage, sei nur so möglich gewesen.

Jetzt schlägt sie vor, auch für den Schlüter-Neubau einen Maßstab von einem Parkplatz pro 30 Quadratmeter festzulegen. Die Neuregelung solle dann künftig für Neubauvorhaben in der Innenstadt grundsätzlich gelten, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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