Konzert der „GoodNightFolks“ im Landhaus Rickermann
Große Sause zu St. Patrick

Reckenfeld -

Anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick gab es auch dieses Jahr wieder eine große Sause im Landhaus Rickermann. Rappelvoll war der Saal deshalb, altersmäßig bunt durchmischt. Wie schon in den Vorjahren spielte die Grevener Band „GoodNightFolks“.

Sonntag, 17.03.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:31 Uhr
Anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick gab es wieder eine große Sause Grevener Band „GoodNightFolks“ in Reckenfeld.
Anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick gab es wieder eine große Sause Grevener Band „GoodNightFolks“ in Reckenfeld. Foto: pin

Eigentlich war nur die Umgebung nicht passend. Grüne Hügel, saftiges Gras, Windböen über der weiten Landschaft und das Tosen vom Meer im Hintergrund – all das fehlte als Kulisse. Dafür stimmte aber sonst wirklich alles: Der zum Teil holzvertäfelte Saal, das Guinness in den Gläsern und die gute Laune der Gäste passten hervorragend zu den irischen Pubs.

Anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick gab es auch dieses Jahr wieder eine große Sause in Reckenfeld. Rappelvoll war der Saal deshalb, altersmäßig bunt durchmischt. Wie schon in den Vorjahren spielte die Grevener Band „GoodNightFolks“.

Zu Beginn wurden noch ein paar Hüte verteilt, natürlich in Grün und natürlich mit schmuckem Kleeblatt. Viele Fans hatten sich einen solchen allerdings direkt selbst mitgebracht, trugen einen grünen Pullover oder ein keltisches Amulett.

Mit der ersten Ankündigung machte sich Frontmann Hinnerk Willenbrink beliebt, als er verkündete, dass „die Heizung erstmal ausgemacht wurde“. Glück für die vielen Fans, denn die Band brachte den Saal auch so förmlich zum Kochen.

Wo nicht mitgeschmettert werden konnte, wurde umso lauter geklatscht, gejohlt und gegrölt. Als es dann endlich eine Aufforderung zum Mitsingen gab, unterstützten alle im Saal sehr laut und sehr begeistert: „And I wish I was on that”, sang die Band und deutete dann auf das Publikum, das skandierte: „N 17, Stone walls and the grasses green“.

Dann gab es noch einen ganz besonderen Song: das Steigerlied. Schon nach den ersten Takten gab es kein Halten mehr. Offenbar funktionieren Bergmannslieder auch in einer irischen Folkvariante. Publikum und Fans ergänzten sich in puncto Begeisterung und Lautstärke nahezu perfekt.

Bereits seit 2003 machen Dirk van Aaken, Christian Pieper, Hinnerk Willenbrink und Martin Burgholz zusammen Musik. Dass sie dabei sichtlich viel Spaß haben, übertrug sich auf den Saal und sorgte für beste Stimmung. Zu den flotten Sprüchen der vier wurde gelacht und gleich noch ein bisschen mehr Guinness getrunken. Zum Tanzen war es fast zu eng, zum Schunkeln und Wippen reichte es allemal. Stillstehen? Gab es nicht!

Ein Fan kommt zu jedem irischen Folklore-Konzert in der Region, passend mit Hut und Amulett. Die Stimmung sei einfach fantastisch, meint er. „Etwas ganz besonderes.“

Klare Präferenzen scheint man bei Rickermann nicht zu haben. Zum Steigerlied wurde der Nachbar umarmt und das Guinness in die Höhe gehalten, bei romantischeren Tönen ein bisschen geschunkelt und bei den fetzigen Klassikern, da machte man sich dann doch gerade eben so viel Platz, dass es zum Tanzen irgendwie reichte. Und so feierten die Band auf der Bühne und die Fans im Saal eine ausgelassene Party, die stimmungsmäßig locker mit den traditionellen Paraden mithalten könnte: feuchtfröhlich, locker und laut.

Ob die Stimmung in einem irischen Pub besser wäre? Oder die Musik authentischer? Zumindest wenn man die vielen Fans bei Rickermann fragt, ist die Antwort klar . . .

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