Umfrage zum Weltglückstag
„Das Wichtigste ist die Gesundheit“

Greven -

Am Mittwoch, 20. März, ist der Weltglückstag. Wir haben die Grevener gefragt, was Glück für die bedeutet.

Dienstag, 19.03.2019, 09:44 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 14:57 Uhr
Vojtek Jedrzejwski wünscht sich deutlich mehr Sonnenschein zum Glück.Saadeh Samih braucht Gesundheit und eine nette Frau für sein Glück.
Vojtek Jedrzejwski wünscht sich deutlich mehr Sonnenschein zum Glück.Saadeh Samih braucht Gesundheit und eine nette Frau für sein Glück. Foto: Felicia Klinger

Gelucke – darunter verstand man im zwölften Jahrhundert den guten Ausgang eines Ereignisses. Wenn etwas eben glückt. Im Volksmund heißt es „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Das sieht die Regierung des kleinen asiatischen Königreichs Bhutan entschieden anders. Hier ist die Steigerung des „Bruttonationalglücks“ erklärtes Regierungsziel. Um die Welt von dieser Idee zu begeistern, drängten die Bhutanesen bei der UNO im Jahr 2011 auf einen Weltglückstag. Dieser wird ganz offiziell morgen gefeiert.

In Deutschland regiert immer noch das Bruttonationalprodukt. Dafür gibt es eine Marmeladenmarke, die sich „Glück“ nennt und ein Abnehmgetränk, das auf den Namen „Glyck“ hört. Marmelade und Abnehmen – ist das der glückliche Ausgang, an den die deutschsprachigen Herrschaften des zwölften Jahrhunderts dachten?

„Nein, mich machen die Kleinigkeiten des Alltags glücklich“, sagt Gabriele Gosewinkel auf der Grevener Marktstraße, „meine Enkelkinder, meine Familie und die Natur.“ Eine etwas materiellere Auffassung von Glück hat ein dreizehnjähriger Schüler, der seine Mutter beim Einkaufen begleitet. „Geld ist gut“, lautet seine knappe, aber deutliche Antwort. „Das Wichtigste ist doch die Gesundheit“, meint Lisa Sörensen. Dem können ein älteres Ehepaar bis zur jungen Mutter viele Grevener zustimmen. Neben der Gesundheit und der Sorge um Familie sind die Freunde ein großer Glücksfaktor. Und natürlich das Wetter. Die Ems ist über die Ufer getreten und dann fängt es auch noch an zu hageln. „Ich wäre sehr glücklich, wenn die Sonne hier mal wieder länger scheint“, sagt Vojtek Jedrzejwski und zieht seine Kappe tiefer ins Gesicht. Er ist in Begleitung eines Freundes, der in Deutschland arbeitet. „Er freut sich, wenn er wieder zurück nach Polen fährt“, übersetzt Jedrzeijwski.

Glück, dieses abstrakte Gefühl, ist gar nicht so einfach zu fassen. So geht es auch einer Grevenerin, die gerade ihre Einkäufe tätigt. „Keine Ahnung, was Glück ist“, sagt sie und lacht dabei. Konkretere Vorstellungen von einem glücklichen Leben hat Saadeh Samih: „Ich brauche nicht viel Geld oder Luxus. Gesundheit und eine nette Frau. Das reicht.“

Dass tiefe Beziehungen zu anderen Mensch glücklich machen, bestätigen auch die Forschungsergebnisse der Grant-Studie der Harvard Universität. Über 75 Jahre wurden 268 Männer in ihrem Leben begleitet. Ein großer Glücksfaktor war immer eine gute Partnerschaft und enge Freunde. Während die Gelehrten sich seit Jahrhunderten den Kopf über die Bedeutung und die Geheimnisse des Glücks zerbrechen, hat Maia Rosmann eine simplere Antwort. „Man muss dankbar sein“, sagt sie. Für manche liegt das Glück in der Zukunft. „Ich hoffe einfach, dass es dieses Jahr wieder besser läuft“, meint Sonja Ortmeier. Auf wortwörtlich einen positiven Ausgang hofft ein Passant, der dick eingepackt und hustend auf dem Weg zum Arzt ist: „Ich wünsche mir, dass ich bald wieder gesund bin.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6480552?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker