Christuskirchen-Außensanierung: Halbzeit-Gottesdienst
Geschlossene Mannschaftsleistung

Greven -

Die Mitglieder der evangelischen gemeinde sammeln auf vielfältiger art und Weise Geld für die Außensanierung der Christuskirche. Zur Halbzeit sind 34 100 Euro zusammen gekommen.

Dienstag, 19.03.2019, 08:44 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 08:50 Uhr
Das Trainerteam (der extra gegründete Arbeitskreis) ist glücklich über die ersten 34 100 Euro
Das Trainerteam (der extra gegründete Arbeitskreis) ist glücklich über die ersten 34 100 Euro Foto: Stefan Bamberg

Eine Halbzeit-Analyse ohne Pilsken und Olli Kahn? Ja, das geht tatsächlich. Gut sogar. Vor allem, wenn das Ergebnis zur Pause schon stimmt. 34 100 Euro. Plus ein paar Zerquetschte, die am Sonntag im Gottesdienst noch live dazugekommen sind.

Großer Jubel bei der evangelischen Gemeinde: Mehr als die Hälfte der anvisierten 65 000 Schleifen für die Außensanierung der Christuskirche haben sie bereits. Kein Wunder, dass das Trainerteam (der extra gegründete Arbeitskreis) da glücklich ist: „Das ist das lebendige Gegenbeispiel dafür, dass Kirche angeblich out ist“, sagt Pfarrer Jörn Witthinrich stellvertretend für die ganze Truppe. „Wir haben in den vergangenen Monaten erlebt, wie viele wir sind.“

Der Matchplan dieser vielen? Ambitioniert. Mit eigenem Engagement so viel Geld verdienen, um alle Risse zu kitten, jeglichen Schimmel zu verbannen, wieder für eine strahlend weiße Fassade zu sorgen – und das alles in nur zwei Jahren. Dafür legen sie los wie die Feuerwehr, kein taktisches Geplänkel – stattdessen vom Anstoß weg eine geschlossene Mannschaftsleistung: mit Routiniers wie Sigrid und Jörg Uhlmann, die ihr Wohnzimmer zum Café umfunktionierten. Aber auch mit vielversprechenden Talenten wie den Konfis Niklas und Mika, die beim Adventsbasar allerlei Selbstgemachtes anboten: Was war da der Verkaufsschlager? Die Antwort der beiden Jungs, ansatzlos aus der Hüfte geschossen: „Alkoholische Getränke!“

Überhaupt – fröhliche Geschichten, die Witthinrich den Aktiven entlockt: von Nicola Hinker, der neuen Kreismeisterin im Hefezöpfe backen. Von Ein-Tages-Jobs im Feinkostladen oder im Gartenbaubetrieb. Von Reckenfelder Hobby-Köchen und ihrem brandneuen Rezeptbuch. Oder von Martinus-Pfarrer Klaus Lunemann: Der Bruder im Geiste geht heute wiederholt mit dem Klingelbeutel rum. Ob flott über die Flügel, mit Wucht durch die Mitte, oder notfalls hoch und weit hinein – das Grevener Spiel besticht also durch Variabilität und Kreativität.

Das Beste bei alldem: „Es ist nicht nur sinnvoll, es macht sogar Spaß“, finden die interviewten Anpacker. Oft klingt’s auch wunderbar: Musikalische Edel-Techniker wie Christian Lötters oder Stefan Erdmann, eiskalte Vollstrecker wie die GoodNightFolks oder H.P. Riepenhausens City-Orchester – sie alle gaben oder geben bald Konzerte für die Christuskirche. Und selbst die langen Wege im Mittelfeld werden nicht gescheut: Am 16. Juni ist die Gemeinde unterwegs im Auftrag des Herrn, da soll es einen Sponsorenlauf geben.

Nach etlichen Volltreffern in der ersten Halbzeit ist die zweite seit vorgestern angepfiffen.

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